Warten auf die Störche – Gemeinde Kottgeisering legt zwei Dachhorste für Weißstörche an

Die helfenden Schulkinder in Kottgeisering erfuhren viel über Meister Adebar. Hoffentlich kommt er mit Frau. Fotos: Günter Schäftlein

Für die Kottgeiseringer Schulkinder der 2. und 3. Klasse war dies ein ganz besonderer Tag: Sie durften helfen, mit Reisig zwei große und stabile Rundhorste aus verzinktem Eisen für Eltern und Kinder Weißstorch auszupolstern. Die Erwachsenen vom Landschaftspflegeverband FFB hatten dazu ein wenig Vorarbeit geleistet.

Und die KiGa-Kinder brachten zu diesem erfreulichen Tun auch noch ihren musikalischen Beitrag. Ein kleines Volksfest war’s, mit der Hoffnung auf kommende Horstbewohner samt Nachwuchs. Die Idee dazu kam von den Kameraden der Freiw. Ortsfeuerwehr, die dann von Bgm. Josef Drexler in die richtige Bahn gelenkt wurde: Schließlich ist er ja der 1. Vorsitzende des Brucker Landschaftspflegeverbands. Bei der dortigen Gf. Rosa Kugler löste er mit seinem doppelten Horst-Angebot auf dem Kottgeiseringer FW-Schlauchturm und im südlichen Ampermoos auf dem Maschinenschuppen von Landwirt Josef Drexler wahre Begeisterung aus. Zunmal die Ampertal-Landschaftspflegeverbände derzeit um die Wiederansiedlung des Weißstorchs sehr bemüht sind. Ein angeflogener Horst besteht bereits im Bereich Freising; eine Neuanlage auf dem Kirchturm von St. Valentin in Thonstetten/Moosburg kommt im nächsten Frühjahr. Im Ampermoos glauben alle um den Großvogel sich einsetzenden Naturfreunde, ihm einen ausreichen Lebensraum bieten zu können: Hier werden jährlich 200 Hektar Streuwiese durch den Landschaftspflegeverband und ortsansässige Landwirte gewartet. Das weite, offene und störungsfreie Moosgelände als extensiv genutztes Gründland mit Gräben, Säumen und Rainen braucht Meister Adebar als Weidefläche und Feuchtwiese für sich und seinen Nachwuchs. Der Weißstorch ist in der Bayer. Roten Liste als gefährdet eingestuft. Die beim Hebauf des FW-Horstes helfenden und zuschauenden Schul- und KiGa-Kinder ließen sich spielerisch-pädagogisch von der Verhaltensweise dieses Großvogels einfangen und staunten über dessen viele tausend Kilometer langen Gleitflug zu den Überwinterungsplätzen in Afrika. Mit dem Kinderkriegen unter den Menschen brachten sie ihn nicht in Verbindung, obwohl ein Erwachsener die Vorhersage wagte, infolge künftiger Storchennähe müsse man wohl mit einem deutlichen Anstieg der Kottgeiseringer Bevölkerung rechnen. Bgm. Josef Drexler hatte bei diesem Storchenunternehmen vielen Helfern, insbesondere von der Feuerwehr, und den bewirtenden Frauen beim Hebauf, zu danken. Und natürlich den Kostenträgern: Sparkassenstiftung FFB, Regierung von Obb., BUND Naturschutz Ortsgruppe Grafrath und der Gemeindekasse von Kottgeisering.

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