TSV West erhält den erstmals ausgelobten Sport-Integrationspreis der Großen Kreisstadt FFB

Mit einer Abordnung aus seiner Kinder-und Jugendabteilung erschien West-Präsident Günter Eichinger (3.v.li.) und nahm den ersten Integrationspreis der Stadt entgegen. Links OB Sepp Kellerer, daneben Sportreferent Werner Kainzinger und Sportreferent Erich Raff. Foto: Dieter Metzler

17 Bayerische Meister, elf Deutsche und vier Vizemeister, sieben Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften, zwei Vize-Europameister, eine Vizeweltmeisterin – insgesamt 64 Einzelsportler, elf Mannschaften und ein Funktionär ehrte Brucks OB Sepp Kellerer am 4. Mai in der Aula der Mittelschule West für außergewöhnliche sportliche Leistungen im Jahre 2011. Erstmals wurde bei der Sportlerehrung ein Sport-Integrationspreis vergeben. Für herausragende integrative Leistungen wurde der TSV Fürstenfeldbruck-West ausgezeichnet. Neben einer Urkunde konnte Wests Präsident Günter Eichinger einen Geldpreis in Höhe von 750 Euro in Empfang nehmen.

Er freue sich, so der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) Eckhard Schafferus, dass die Stadt trotz immer knapper werdenden Kassen an der Sportlerehrung festhält. Der Landkreis und viele Gemeinden haben die Ehrungen schon eingestellt. Die Vereine vertreten die Stadt in vielen Bereichen und stellen ein Aushängeschild für die Stadt dar, so der Brucker Rathauschef. Dafür möchte die Stadt den Sportlern und Vereinen danken. Mit dem Sport-Integrationspreis will die Stadt zukünftig den notwendigen Anschub dazu leisten, damit dauerhaft in der Stadt das gegenseitige Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft und unterschiedlicher Kulturkreise gefördert wird. Gefördert werden dabei Angebote sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich. Der Preis ist mit maximal 1.000 Euro dotiert und wird einmal im Jahr vergeben. Anträge können jeweils bis zum ersten Juli gestellt werden. „Gelebte Integration praktiziert der TSV West seit vielen Jahren“, begründete Oberbürgermeister Sepp Kellerer die Auszeichnung an den Fußballverein im Brucker Westen. Die demografische Entwicklung im Brucker Westen machte es unumgänglich, so Kellerer, dass im Laufe der Jahre der Verein einen verstärkten Zulauf von Mitbürgern mit Migrationshintergrund hatte. Insbesondere im Jugendbereich hat der knapp 300 Mitglieder zählende Verein, der heuer am 14. Juli 40-jähriges Bestehen feiert, im Vergleich zu anderen Vereinen einen weit über den Durchschnitt liegenden Migrationsanteil. „Der TSV betreut derzeit 135 Kinder und Jugendliche aus 25 verschiedenen Nationen“, informierte Kellerer, bevor er mit Unterstützung der beiden Sportreferenten der Stadt, Werner Kainzinger und Stadtrat Erich Raff (CSU) die eigentlich Sportlerehrung durchführte. Neben den üblichen sportlichen Aktivitäten, wie das Fußballtraining und die Fußballspiele, organisiere der Verein gerade im Jugendbereich vielfältige Veranstaltungen. Diese geben ein lebendiges Zeugnis ab, wie Integration funktionieren kann, so Kellerer. Durch eine Vielzahl engagierter ehrenamtlicher Betreuer werde den Jugendlichen, speziell aus Problemfamilien, auch häufig Ansprache bei häuslichen oder schulischen Problemen angeboten. Und diese Hilfe werde stets gerne angenommen.

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