Wieder vertrauen

Die Gruppenleiter der Scheidungs- und Trennungskindergruppe (v. li): Tina Kring, Diplom- Sozialpädagogin, Reinhold Martleiter, Diplom- Psychologe und Dr. Cornelia Ulrich, Diplom- Psychologin. Foto: Burk

Die ökumenischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche in Fürstenfeldbruck und Gröbenzell bieten ab November jeweils eine Gruppe für acht bis zwölfjährige Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien an. Zusätzlich findet eine begleitende Elterngruppe statt.

Die Trennung der eigenen Eltern mitzuerleben ist für Kinder meist sehr schmerzhaft und schwierig. Oft haben sie nicht die Möglichkeit, über ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle zu sprechen. „In der Gruppe können die Kinder sich ohne Eltern mit dem Thema auseinandersetzen“, erzählt die Diplom-Psychologin Dr. Cornelia Ulrich von der Ökumenischen Beratungsstelle in Gröbenzell. Start der Gruppe in Gröbenzell ist Dienstag, 6. November um 15 Uhr und in Fürstenfeldbruck am Mittwoch, 14. November um 15 Uhr. Geplant sind acht bis zehn Termine in jeweils wöchentlichem Abstand. Für die begleitende Elterngruppe sind drei Abende angedacht. Durch spielerische Übungen sollen die Kinder in ihrer momentanen Situation gestärkt werden. „Wir legen großen Wert darauf, dass das Kind freiwillig zu uns kommt und nicht von den Eltern gezwungen wird“, erklärt Dr. Cornelia Ulrich. Bei einem Vorgespräch kann jedes Kind zunächst gemeinsam mit seinen Eltern die Gruppenleiter kennenlernen, um dann selbst eine Entscheidung über die Teilnahme in der Gruppe zu treffen. Die Gruppe soll den Kindern helfen mit der neuen Lebenssituation besser zurechtzukommen: Zum einen durch Stärkung des Selbstwertgefühls und des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten, zum anderen, indem es lernt, seine Gefühle wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen. Wichtig ist dabei auch der Austausch mit anderen Kindern, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Bei der begleitenden Elterngruppe geht es vor allem darum, dass die Eltern entlastet werden und sich über die unterschiedlichen Reaktionen der Kinder auf die Trennung oder Scheidung bewusster werden. Auch hier kann der Austausch mit anderen Betroffenen sehr hilfreich sein. „In dieser Gruppe geht es darum, bei den Eltern das Kind ins Blickfeld zu rücken. Auch wenn die beiden Elternteile kein Paar mehr sind – je mehr es ihnen als Eltern weiterhin gelingt, einen Konsens zu finden, umso besser ist es für das Kind“, so die Diplom-Psychologin. „Meine Eltern bleiben Eltern, auch wenn sie getrennt sind“ – dieses Motto steht im Vordergrund der Gruppe. Dahinter steckt, dass dem betroffenen Kind beide Elternteile als Eltern erhalten bleiben und es sich nicht entscheiden muss. „Das Kind soll lernen, dass die Trennung nichts mit ihm zu tun hat und es sich nicht schuldig fühlen muss“. Anmeldung ab sofort unter Tel.: für Gröbenzell: 08142/ 51151; für Fürstenfeldbruck: 08141/ 505960.

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