Amtierender Bgm. Erich Raff (CSU) vertrat den nach einem Herzinfarkt im vergangenen Jahr noch immer im Krankenstand befindlichen OB Klaus Pleil

160 Gäste beim Wirtschaftsempfang der Stadt FFB

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160 Gäste kamen zum diesjährigen Wirtschaftsempfang der Großen Kreisstadt

Fürstenfeldbruck – Am 11. Mai hat die Stadt erneut zum alljährlichen Wirtschaftsempfang eingeladen. Kontakte knüpfen und gemeinsame Stärken ausbauen mit den in Bruck ansässigen Unternehmen und Firmen, das ist das Ziel des Empfangs, der heuer erstmals im Säulensaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld stattfand. Rund 160 Gäste nutzten auch diesmal wieder die Gelegenheit zum gemeinsamen Dialog und um das gegenseitige Verständnis zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu intensivieren.  

Für den amtierenden Bürgermeister Erich Raff (CSU) stellte der Wirtschaftsempfang eine Premiere dar. Er vertrat den nach einem Herzinfarkt im vergangenen Jahr immer noch im Krankenstand befindlichen OB Klaus Pleil (BBV), der aber anwesend war und aufmunternden Applaus erhielt. Als Mittelzentrum zwischen den beiden großen Städten München und Augsburg steht Bruck vor großen Herausforderungen hinsichtlich seiner zukünftigen Leistungsfähigkeit, sagte Raff bei seinem Grußwort und ging auf eine Studie ein, wie sich die Stadt in den nächsten fünf Jahren entwickeln wird. Anfang 2016 hatte Bruck 37.645 Einwohner. Bis 2020 wird die Stadt auf 40.000 Einwohner hinsteuern. Das habe einen erhöhten Bedarf an Kindergartenplätzen und Schulklassen zur Folge, ganz zu schweigen von der Verkehrssituation, meinte Raff. Auch die Zahl der Erwerbstätigen wird steigen, was sich durch die Einkommensteuer auf die Stadt positiv auswirken werde. Die Stadt werde neue Gewerbeflächen ausweisen, denn man könne nicht warten, bis der Fliegerhorst aufgelöst wird. Dass die Stadt nach wie vor attraktiv für Gewerbeansiedlungen sei, zeige die Zahl der Gewerbeanmeldungen, die von 3.669 im Jahr 2011 auf 3.863 im Jahr 2015 gestiegen sind. Bruck habe im Gegensatz zu Germering und Dachau auch derzeit mehr Ein-, als Auspendler. Auch die Altersstruktur habe sich, wenn auch nur minimal verbessert, von durchschnittlich 43, 31 Jahren auf 42,76 Jahren. „Die anderen werden alle älter, Bruck wird immer jünger“, meinte Raff.

Beim Einzelhandelsindex (Kaufkraft) schneidet Bruck mit 119,1 Punkten gegenüber Germering (60) und Dachau (95) deutlich besser ab. Zum Ende seiner Ausführungen dankte Raff den Firmen in der Kreisstadt für ihre Treue, die die Gewerbesteuern für die Stadt sprudeln lässt, und heuer laut Prognose noch höher ausfallen soll, als im zurückliegenden Jahr. Nach einem sechsminütigen Imagefilm über das schöne und liebeswerte Fürstenfeldbruck berichtete der Geschäftsführer der Firma deko-sign GmbH, Oliver Schmidt, über die Gründe seiner Firmenansiedlung in der Hasenheide. Der Hauptgrund, warum Schmidt sein 1990 in München gegründetes Unternehmen in die Hasenheide verlegte, war die Firmennachfolge. Sein Sohn wollte gern die Firma eines Tages weiterführen. Er habe es als ein außergewöhnliches Geschenk angesehen, so Schmidt, wo junge Leute mit 22 Jahren normalerweise das Elternhaus verlassen, um ihren eigenen Weg zu gehen, dass sein Sohn den Weg zu ihm gefunden hat und mit ihm zusammen weiterarbeiten wollte.

 Inzwischen sind beide zu gleichen Teilen Geschäftsführer. Dann berichtete Schmidt in launiger Art, wie er in der Hasenheide, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht damals sagten, nachdem er mehrere Landkreise abgegrast hatte, einen geeigneten Standort fand. Dabei berichtete er über die positiven Erfahrungen mit der Stadt und der Vermarktungsgesellschaft Industha. Dass der Abend auch heuer wieder ein geeignetes Mittel zum Dialog war, erwies sich später im ungezwungenen Come-Together nach dem Auftritt der bekannten Kabarettistin und Dipl.-Psychologin Vera Deckers. Mit ihrem hintergründigen und recht amüsanten Einblick über „Männer führen, Frauen denken – wer kommunizieren kann, gewinnt“ sorgte sie für viel Heiterkeit. Die Zuhörer erhielten auf unterhaltsame Weise die Unterschiede der Kommunikation von Männern und Frauen geliefert. Dabei leistete die gebürtige Kölnerin echte Überzeugungsarbeit für alltägliche Kommunikationskonflikte, -missverständnisse und –fallen im Alltag und Berufsleben.

Dieter Metzler

 

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