250 Unternehmen vertreten 

Mit Takt und Taktstock 

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Dirigent Peter Stangel sprach beim Wirtschaftsempfang in FFB über das Thema "Mit Takt und Taktstock - Führen wie ein Dirigent."

Fürstenfeldbruck –  Über 250 Vertreter aus Industrie, Handel, Handwerk, Banken und Wirtschaft sowie der öffentlichen Verwaltung und der Politik  begrüßte der Brucker Landrat am 13. November.  Als Gastredner sprach der Dirigent und Kommunikationstrainer Peter Stangel über das Thema „Mit Takt und Taktstock – Führen wie ein Dirigent“.

Informieren, Austauschen, Kontakte pflegen: Neben dem Wirtschaftsempfang der Großen Kreisstadt im Frühjahr lädt auch der Landkreis die Unternehmen aus der Region alljährlich zu einem Wirtschaftsempfang ins Landratsamt ein.  Landrat Thomas Karmasin bezeichnete den Empfang als festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Landkreis.  


Auf dem Oktoberfest könne man um die Mittagszeit häufig Menschen sehen, die sich einen Traum erfüllen, und eine Kapelle dirigieren, leitete Karmasin nach der Begrüßung auf den Gastredner über. Dabei spiele die Kapelle selbstverständlich ohne Rücksicht auf den Dirigenten ihr Musikstück runter. Doch was bewirkt ein echter Dirigent? Was holt er aus den Musikern heraus, und was können Führungskräfte eines Unternehmens daraus lernen? „Sie alle dirigieren erfolgreich ein Ensemble im Landkreis und ich sage Danke für den attraktiven Klangkörper, den sie erzeugen“, spielte der Landrat auf die sprudelnden Steuereinnahmen an, bevor er den Gastredner ans Rednerpult bat.


„Wenn Sie als Unternehmer falsch liegen, kriegen Sie die Quittung in spätestens einem Jahr, während Musiker auf Fehler sofort reagieren“, eröffnete Dirigent und Kommunikationstrainer Peter Stangel seinen Vortrag. Nirgendwo sonst sei eine Führungsfigur so auf die Zusammenarbeit höchstqualifizierter Individualisten und deren Akzeptanz angewiesen, wie ein Dirigent bei seinem Orchester. Dabei müsse ein Dirigent ebenso wie eine Führungskraft eines Unternehmens, die beide die Richtlinienkompetenz haben, darüber wachen dass sich ihre Spezialisten bestmöglich entfalten können.


Stangel übertrug die Gegebenheiten eines Orchesters auf Unternehmen und führte dabei den Gästen des Wirtschaftsempfangs vor Augen, wie Teams funktionieren. „Nicht: ich – Boss, du – Sklave!“, denn ich kann nicht Oboe spielen, ich bin nicht der Bessere. Als Orchesterleiter weiß Stangel ganz genau, dass Erfolg eine Teamleistung ist. Nur wenn jeder der Solisten im Orchester sein Instrument so gut und akzeptiert spielt, wie er kann, ergibt sich daraus ein harmonisches Ganzes. Die Aufführung eines symphonischen Werkes erzeugt dann Freude und Glück bei Zuhörern, Mitspielern und dem Dirigenten. Aufgabe der Führungskraft – des Dirigenten – ist es, das Team zusammen zu halten, jeden Mitarbeiter – Musiker – in seinen Stärken zu unterstützen, seine Einsätze zu geben, jeden individuell zu fordern, zu fördern und zu motivieren. Am Ende stellt sich dem Dirigenten/der Führungskraft die Frage: „Was muss ich tun, dass ein Orchester gut spielt? Oder noch schwieriger: „Was muss ich lassen, dass ein Orchester gut spielt?“ 

Stangel, der seit 1990 Orchester in Deutschland, Holland, Österreich, Italien, der Schweiz und Slowenien dirigierte, wurde von der Zeitschrift Opernwelt als „bester Dirigent“ nominiert, bevor er in München mit der „taschenphilharmonie“ sein eigenes kammersinfonisches Ensemble gründete. Parallel zu seinem Musikstudium bildete sich Stangel zum Kommunikationstrainer fort.  Seit über 15 Jahren trainiert er Führungspersönlichkeiten und Manager aus allen Ebenen und Bereichen. Dabei beleuchtet er das Thema Mitarbeiterführung aus einer völlig anderen Perspektive. 

Die Gäste, die zum zwölften Wirtschaftsempfang sozusagen auf den letzten Drücker auftauchten, mussten mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Obwohl mit dem Prädikat „groß“ ausgestattet, erwies sich der Sitzungssaal des Landratsamtes doch als zu klein. Auch der anschließende ungezwungene Dialog zwischen Wirtschaft und Politik im Foyer des Landratsamtes, das eigentlich wichtigste Ziel der Veranstaltung, stand im Grunde genommen durch die Aufteilung auf zwei Etagen im Widerspruch, eine attraktive Kommunikationsplattform zu schaffen.  

Dieter Metzler                 


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