Die Gründung einer landkreisweiten kommunalen Wohnungsbaugesellschaft scheint doch nicht endgültig vom Tisch zu sein 

Für kommunale Wohnungsbaugesellschaft

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Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer (li.) und Olchings Rathauschef Andreas Magg Befürworter einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft

Fürstenfeldbruck – Die Gründung einer landkreisweiten kommunalen Wohnungsbaugesellschaft scheint nun doch noch nicht endgültig vom Tisch zu sein. Zwar zeigten unlängst bei der Auftaktveranstaltung die anwesenden Gemeindevertreter zur Erstellung eines Aktionsplanes zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum kein Interesse an der Gründung einer solchen Wohnungsbaugesellschaft, nun aber tauchten Befürworter auf, die an der Veranstaltung im Landratsamt zuvor nicht teilnehmen konnten.

Insbesondere die beiden Bürgermeister der in der östlichen Landkreisregion gelegenen Stadt Olching und Gemeinde Gröbenzell, Andreas Magg (SPD) und Martin Schäfer (UWG), bekundeten ein starkes Interesse an der Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Bezahlbarer Wohnraum wird sich im Münchner Ballungsraum weiter verknappen. Man sollte deshalb diese Alternative nicht so schnell ad acta legen, meinte Gröbenzells Rathauschef Schäfer. 

Es sei durchaus sinnvoll über eine interkommunale Zusammenarbeit noch einmal zu reden, zumal viele Gemeinden nicht in der Lage sein dürften, so ein Vorhaben allein zu stemmen. Er will jedenfalls mit den Bürgermeistern aus dem Landkreis nochmals darüber diskutieren. Die Stadt Olching verfügt über 250 Mietwohnungen, die die Stadt gern in die Hand einer Gesellschaft mit einer anderen Rechtsform geben möchte, um sie nicht mehr selbst verwalten zu müssen. Nach Auskunft des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes (BKPV) reicht die Anzahl der Wohnungen jedoch nicht aus, um sie in eine effektiv arbeitende andere Rechtsform auszugliedern. Nicht nur aus diesem Grund möchte Bürgermeister Magg die Diskussion um eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft fortsetzen. Auch er hält ein gemeinsames Miteinander zur Verwirklichung von neuen Wohnprojekten für machbarer. Der Olchinger Stadtrat hat darüber hinaus schon vor längerer Zeit Interesse an einer Beteiligung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft gezeigt. Darüber existiert gar ein Beschluss. Die Idee zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ist nicht neu. 

Mitte 2012 unternahm der Brucker Landrat bereits schon einmal den Versuch, eine landkreisweite Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, nachdem eine Vielzahl von Wohnungen aus der Sozialbindung gefallen ist. Doch auch vor knapp drei Jahren reagierten die Städte und Gemeinden zwiespältig auf die vom Landkreis vorgeschlagene gemeinsame Baugesellschaft. So lehnten Bruck und die Gemeinde Maisach beispielsweise damals eine Gründung ab. Die Kreisstadt war ohnehin gebrandmarkt, hatte sie doch 1990 mit der Sparkasse zusammen schon einmal eine Wohnungsbaugesellschaft gegründet, die 20 Jahre später aufgelöst werden musste. „Drei Millionen Euro waren damals hin“, erinnert sich der ehemalige OB. Der Gemeinderat Maisach begründete seine Ablehnung damals damit, dass die finanziellen Belastungen nicht absehbar seien und der Bedarf in Maisach gering sei. 

Dieter Metzler

 

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