Im Zeichen der Feuerwehr

Im Rahmen der Delegierten-Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes trug sich Innenminister Joachim Herrmann ins Goldene Buch der Großen Kreisstadt ein, attestiert von OB Sepp Kellerer und dem Vorsitzenden des LFV Bayern, Alfons Weinzierl. Foto: Metzler

Brandschutzfachmesse, Aktionstag und Delegiertenversammlung des bayerischen Landesfeuerwehrverbandes: Zwei Tage lang stand ganz Fürstenfeld im Zeichen der Feuerwehr. Aufgrund des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck vergab der Landesfeuerwehrverband (LFV) Bayern seine Tagung heuer an die Große Kreisstadt. Im Mittelpunkt standen die Rede von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vor rund 300 Delegierten sowie die Eröffnung der diesjährigen Aktionswoche im Rahmen der dreijährigen Imagekampagne „Ich bin dabei. Wo bist Du?“ durch den Innenminister.

Mit der Feuerwehraktionswoche, zu der der Innenminister als „oberster Feuerwehrmann“ vor der gewaltigen Kulisse der Klosterkirche den Startschuss vor zahlreichen Ehrengästen gab, begann bereits die zweite Imagekampagne des LFV. Diesmal steht die Kampagne, die der Freistaat mit 800000 Euro unterstützt, unter dem Motto „Ich bin dabei, wo bleibst Du?“ und konzentriert sich auf die Gewinnung von Kindern und Jugendlichen für den Feuerwehrdienst. Die Nachwuchswerbung zählt Herrmann zu den Kernaufgaben der Feuerwehr in den kommenden Jahren. Mit rund 4900 Jugendfeuerwehren und 49400 aktiven Jugendlichen stellt Bayern derzeit bundesweit noch den stärksten Jugendverband. Alfons Weinzierl, der Vorsitzende des LFV Bayern, berichtete von einer positiven Resonanz der bisherigen Kampagne aus der Bevölkerung. An der Delegiertenversammlung nahmen auch zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft teil, unter anderem CSU-Landesgruppenchefin in Berlin, Gerda Hasselfeldt, Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel sowie Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer, der als Gastgeber ein Grußwort sprach. Im öffentlichen Teil der Landesverbands-Versammlung stellte Weinzierl den Jahresbericht 2011 vor. Zu den wichtigsten Erfolgen des Verbandes zählen vor allem die Schaffung weiterer Stellen an den Feuerwehrschulen, die erfolgreiche Einführung der Rauchmelderpflicht in Bayern, ein Sonderförderprogramm Katastrophen-schutz und verbesserte Förderrichtlinien bei Fahrzeugen und Geräten. Auch Bereiche, in denen weiterhin Handlungsbedarf besteht, wie im Digitalfunk oder bei der EU-Arbeitszeitrichtlinie, wurden durch den Verbandsvorsitzenden im Beisein der politischen Vertreter angesprochen. Außerdem stellte der LFV den neuen Fahrsimulationstrainer für die Ausbildung von Fahrzeugmaschinisten vor, den Innenminister Herrmann noch auf der Bühne des Stadtsaals testete. Mit Blick auf die Zukunft forderte Weinzierl von der Politik, sich noch stärker für eine Förderung des Ehrenamtes Feuerwehr einzusetzen. „Wir wollen nicht nur gehört werden, wir wollen anerkannt werden, in fachlicher wie auch in verbandsbezogener Hinsicht“, forderte Weinzierl vom Freistaat den Spielraum, der aufgrund der derzeitigen Rücklagen in der Feuerschutzsteuer vorhanden ist, auch einzusetzen, und nicht gegen alles Vorbehalte zu haben. In seinem Vortrag sicherte Innenminister Joachim Herrmann außerdem noch zu, die Feuerwehr bestmöglich zu unterstützen. Der Innenminister ging in zwölf Punkten auf die von Weinzierl im Jahresbericht vorgebrachten Themenfelder ein und sicherte dem Verbandsvorsitzenden Gesprächsbereitschaft zu.

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