Zwischen 0,88 und 1,56 Promille – Alkoholisierte Kinder und Jugendliche wurden bei Jugendschutzkontrollen in Fürstenfeldbruck den Eltern übergeben

Das Wochenende stand für die Brucker Polizei ganz im Zeichen des Jugendschutzes. Auch an diesem Samstag bot sich den etwa 15 Beamten, die von Mitarbeiterinnen des Jugendamtes unterstützt wurden das gleiche Bild. Zwischen 21.30 Uhr und 23.00 Uhr wurden auf der Lände insgesamt 82 Kinder und Jugendliche kontrolliert und zu einem Alkotest gebeten. 22 Jugendliche und 9 Kinder waren deutlich alkoholisiert und fielen mit Alkoholwerten zwischen 0,88 und 1.56 Promille auf. Aber auch Kinder mit deutlich weniger Alkohol im Blut wirkten völlig betrunken und konnten sich kaum mehr auf den Beinen halten. So weit möglich wurden die Eltern der auffälligen Jugendlichen herbei zitiert, um ihre Sprösslinge abzuholen. Seitens des Jugendamtes wurden bereits vor Ort mit einigen Eltern und Jugendlichen Präventionsgespräche geführt, aber auch die anderen Eltern werden noch Post vom Jugendamt bekommen. Vier Minderjährige mussten zunächst auf die Wache verbracht werden und konnten erst später ihren Eltern übergeben werden. Ebenso erschreckend sei auch die Reaktion einiger Eltern gewesen: "Entweder hatten sie keine Ahnung, was ihre Kinder nachts so treiben oder aber zeigten sich sogar empört über die Polizeikontrolle," so heißt es im Polizeibericht vom 28. 11. 2011.

Am Samstag widmeten sich die Brucker Beamten einem weiteren Brennpunkt. Bereits seit längerem wurde die Lände zu einem beliebten Treffpunkt für Jugendliche um abzuhängen und zu trinken. Schon mehrfach musste die Polizei dort wegen alkoholisierter Jugendlicher und Körperverletzungsdelikten einschreiten. Insbesondere der Verein Subkultur hatte unter den Saufgelagen zu leiden, nicht selten wurden von den angetrunkenen Kids Veranstaltungen gestört und eine Menge Müll zurückgelassen. Ebenfalls am Samstag ging dann bei der Brucker Polizei noch der Hinweis ein, dass in Emmering an der sog. „Hitlerbrücke“ eine nicht genehmigte Party stattfinden soll. Tatsächlich trafen die Beamten einen jungen Mann aus Gröbenzell an, der gerade mit Aufbauarbeiten beschäftigt war. Angeblich sollte es sich um eine kleine private Geburtstagsparty handeln, allerdings ließen die vorrätigen Alkoholmengen, aufgebaute Bar mit Kasse und Preisschildern, sowie das übrige Equipment eher auf eine gewerbsmäßige Großveranstaltung schließen und da der junge Mann sowieso keine Genehmigung der Gemeinde vorweisen konnte, wurde ihm die Veranstaltung unverzüglich untersagt. Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Jugendamtes begannen die Beamten am Freitag Abend mit ihren Kontrollen. Zunächst wurden mehrere Einzelhandelsgeschäfte im Hinblick auf Alkoholabgabe an Jugendliche überwacht. Zur Freude der Beamten konnten hier keine Verstöße festgestellt werden. Die Verkäuferinnen gaben Alkohol nur an Erwachsene ab und ließen sich im Zweifelsfall die Ausweise zeigen. Ähnlich positiv verliefen auch die Kontrollen an mehreren Tankstellen. Gerade Tankstellen sind unter Jugendlichen beliebte Nachschuboasen für Alkohol, doch an diesem Abend ging an den kontrollierten Tanken Alkohol nur für Erwachsene über den Ladentisch. Weniger erfreulich war dann im Anschluss die Kontrolle einer Shisha-Bar in der Buchenau. Entgegen der Gestattung wurde vom Betreiber auch Tabak zum Genuss angeboten. Darüber hinaus stellten die Beamten erhebliche Brandschutzrechtliche Mängel fest. Aus diesen Gründen wurde von den Polizeibeamten der Betrieb eingestellt und die etwa 80 anwesenden, meist jugendliche Gäste des Lokales verwiesen.

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