In Pfronten beraten Fachleute über die künftige Positionierung der Gemeinde

Ziel: hochwertiger Tourismus

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Die Teilnehmer des Tourismus-Symposiums in Pfronten.

Pfronten – In wieweit können neue Tourismusmärkte für die Gemeinde erschlossen werden und sind diese mit den bereits bestehenden Konzepten vereinbar? Diese Fragen diskutierten jetzt die Teilnehmer eines mehrtägigen Symposiums.

„Pfronten muss sich dem Zeitgeist anpassen und eigene Wege gehen“, erklärte Jan Schubert, Pfrontens Tourismuschef. Dass dies aber nicht allein geschehen muss, zeigte das Symposium. So kann Pfronten in Zukunft als Mitglied einer Gemeinschaft europäischer Wanderdörfer auf den 25-jährigen Erfahrungsschatz östereichischer Wanderdörfer zurückgreifen.

 Ebenfalls geplant ist die Zertifizierung Pfrontens als ein Mitglied im Verbund der europäischen Wanderdörfer. Dies würde für Pfronten ein absolutes Alleinstellungsmerkmal darstellen, da die 13-Dörfer-Gemeinde die stellvertretende Rolle der Allgäuer Alpen mit seinen Schlössern und Burgruinen übernehmen würde.

Geplant ist darüber hinaus die Umsetzung eines Leitgedankens, der dann sowohl auf den Wanderwegen als auch in der einheimischen Gastronomie wiederzufinden sein soll. Der Gast soll damit den Mythos der Allgäuer Alpen erwandern und bei den Wanderungen zu sich selbst finden können.

Das Konzept beruhe nicht auf einer Aneinanderreihung von möglichst vielen, lautstarken Events, sondern der Erfahrung der Stille, umgeben von den heimischen Bergen, Seen und Schlössern. Damit soll dem Zeitgeist Rechnung getragen werden, qualitativ hochwertigen Tourismus zu schaffen.

Voraussetzungen sind da

 Da dies alles aber auch für die Mitgliedsgemeinden bezahlbar bleiben muss, entstand der Verbund der Wanderdörfer. Zu diesem gehören unter anderem bereits Zürs am Arlberg und das Schnalztal in Südtirol.

 Pfronten kann in Zukunft mit zu dieser Gruppe gehören, wenn es seine Chance nutzt. Die Chancen stehen offenbar nicht schlecht, da schon viele Einrichtungen vorhanden sind, die für die geplante Zertifizierung ausschlaggebend sind.

Ralph Finger

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