Hiebelerstraße: Räte segnen Auslegung für W62 ab

21 Sozialwohnungen geplant

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Nicht mehr zu sanieren sind die Sozialwohnungen in der Hiebeler- und Kagerstraße. Nach dem Abriss will das Siedlungswerk im Frühjahr 2017 hier zu bauen anfangen.

Füssen – Einen Schritt nach vorne gemacht hat die Stadt Füssen beim Sozialen Wohnungsbau in der Hiebelerstraße: Der Bauausschuss hat jetzt die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans W62 einstimmig beschlossen.

Hier will das Siedlungswerk Füssen in Zusammenarbeit mit der BSG Allgäu zwei Mehrfamilienhäuser abreißen und durch Neubauten ersetzen. „Die wollen heuer anfangen“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD).

Bereits vor Jahren war das Siedlungswerk Füssen an die Stadt herangetreten, um hier neu zu bauen, sagt der geschäftsführende Prokurist, Bernhard Dopfer, dem Kreisbote. Dafür habe das Siedlungswerk bereits vor eineinhalb Jahren öffentliche Mittel bei der Regierung von Schwaben reserviert. „Die fragen nach“, so Dopfer. Wenn hier „gar nichts vorwärts“ gegangen wäre, hätte sich das Siedlungswerk ein anderes Projekt suchen müssen. Deshalb sei er „froh, dass der Beschluss gefasst wurde.“ Da das Siedlungswerk sehr viele Anfragen habe, „würden wir gerne anfangen“, so der Prokurist.

Er schätzt, dass das Bebauungsplanverfahren noch einige Monate andauern werde. Dann könnte man im Herbst mit dem Abriss anfangen. „Die Substanz ist so schlecht, da kann man nicht mehr sanieren“, sagt Dopfer. Die Wohnungen seien beispielsweise noch nicht einmal mit einem Wasseranschluss ausgestattet. „Die BSG unterstützt uns bei dem Projekt“, so der Prokurist weiter. Für den Abriss lege sie etwa 50.000 Euro auf den Tisch. Die Kemptener hätten auch die Bauleitung und die technische Abwicklung inne. Für das Gesamtprojekt investiert das Siedlungswerk 3,5 Millionen Euro.

Um das Grundstück besser ausnutzen zu können, hat das Siedlungswerk in Zusammenarbeit mit der BSG ein Konzept entwickelt. Beide planen derzeit mit einem Neubau, der neben dem Erdgeschoss in Richtung Hieblerstraße zwei Geschosse und in Richtung Kagerstraße drei Geschosse umfassen wird. Barrierefreie Wohnungen Das Gebäude soll sich in die übrige Bebauung einfügen und „nicht zu groß wirken“, so Dopfer. 21 Wohnungen werden hier Platz finden, die zwei bis vier Zimmer umfassen. „In erster Linie sind sie für Familien“, sagt Dopfer. Da sie aber auch barrierefrei sein werden, könnten auch ältere Ehepaare einziehen. Die Mieten dafür werden sich am Einkommen orientieren, was das Landratsamt überprüfen werde. „Die Einkommensstufe eins wird 4,25 Euro pro Quadratmeter zahlen“, so Dopfer.

Die zweite Stufe muss 5,25 Euro und die dritte Stufe 6,25 Euro pro Quadratmeter aufbringen. Seitlich des Gebäudes werden die Mieter ihr Auto abstellen können. Für das Projekt hat die Stadt den Stellplatzschlüssel reduziert und keine Tiefgarage gefordert, informiert Dopfer. „Sonst hätten wirs nicht machen können.“ Im Frühjahr 2017 will das Siedlungswerk mit dem Neubau beginnen und „Vollgas“ geben. Wenn alles gut geht, schätzt Dopfer, dass die Wohnungen im Frühjahr 2018 bezugsfertig sein werden. Während der Bauphase werden die dort ansässigen Familien anderweitig untergebracht. „Wir haben die Hiebelerstraße leer gemacht“, so Dopfer.

Zwei Familien sind in den Neubau in der Hohenstaufenstraße eingezogen, mit der Option zurückzukehren. Die übrigen zwei Mieter sind anderweitig untergekommen. Jetzt müsse die „Stadt noch die Kagerstraße frei machen“, so der Prokurist. Das Projekt hat das Siedlungswerk bereits den Anwohnern vorgestellt. Die haben das „im Großen und Ganzen recht positiv aufgenommen. Es kann nur eine Verbesserung geben“, meint Dopfer.

Katharina Knoll

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