"Absoluter Wahnsinn"

485.000 Euro hat die Stadt Füssen bereits für Brandschutzsanierung in der Grund- und Mittelschule Füssen ausgegeben. Das machte Bauamtsleiter Armin Angeringer in seinem Sachstandsbericht in der Sondersitzung des Stadtrats am vorvergangenen Dienstag deutlich. Rund 956.000 Euro muss die Stadt noch in die Sanierung stecken. Allerdings sind diese Kosten noch nicht fix.

„Das ist im Grunde absoluter Wahnsinn, was wir machen. Die von uns allen geschaffenen Vorschriften bringen uns um“, meinte Martin Metzger (Bürger für Füssen) am Ende des Vortrags. Denn obwohl die Stadt Füssen schon 485.000 Euro für die Sanierung des Brandschutzes in der Grund- und Mittelschule ausgegeben hat, muss laut Angeringer die Stadt wohl noch 956.000 Euro investieren. Da allerdings noch nicht alle Überprüfungen abgeschlossen sind, stehen die Kosten noch nicht hundertprozentig fest. Bisher hat man unter anderem die Brandschutztüren eingesetzt, die Schulraumtüren rauchdicht abgeschlossen, Notausstiege in den Klassenräumen im Untergeschoss eingebaut und den Computerraum in der Mittelschule mit einer Wand abgetrennt. Außerdem hat man eine Sicherheitsbeleuchtung in der Turnhalle installiert, so dass sie auch als Versammlungsraum verwendet werden kann, und die Schulen mit Feuerlöschern ausgestattet. Dafür hat die Stadt in der Grundschule 175.000 Euro und in der Mittelschule 195.000 Euro ausgegeben. Die Arbeiten des Städtischen Bauhofs und der Füssener Handwerker hat die Stadt zudem 115.000 Euro gekostet. Weiter müssen unter anderem noch Außentreppen errichtet, einige Decken mit Rigipsplatten abgedeckt, die Brandmeldeanlage und die Blitzschutzanlage installiert werden. Insgesamt wird das die Stadt wohl noch 956.000 Euro kosten. „Wir haben nicht mal die 500 Euro, um die Fenster zu erneuern“, beklagte sich Metzger. Die seien im Lehrerzimmer nämlich so marode, dass sie dem nächsten Sturm nicht standhalten würden. Auch die Lautsprecheranlage sei „auf dem Stand vor dem ersten Weltkrieg“, beklagte sich Lothar Schaffrath (SPD). Bei seinem letzten Besuch habe er erfahren, dass man über die Lautsprecher nicht alle Schüler informieren könne. Für die Lehrer sei es besonders schmerzlich, dass man so viel Geld in das Bauliche stecke, aber nichts davon in die Pädagogik, merkte Hannelore Semmlin-Leix an.

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