Von den Aktionsgruppen lernen: Bulgarische Delegation besucht Auerbergland

Ein strenges Programm hatten die zwölf Mitglieder einer Delegation aus Südbulgarien vor sich, die für eine woche zu Gast bei der lokalen Aktionsgruppe (LAG) Auerbergland waren. Dabei ging es in der Studienreise darum, von der LAG zu lernen.

Entscheidungsprozesse, Organisation, Management, Aufgabenverteilung und Finanzierung in Theorie und Praxisumsetzung in Bezug auf die Leader-Programme der EU waren Themen. Die Praxisnahe Umsetzung wurde etwa im Kletterzentrum des DAV bei Rieden besichtigt. Als sehr kompetent und interessiert, so erlebte der Leadermanager der LAG Auerbergland, Reinhard Walk, die Delegation, die neben Projekten in Rieden und Roßhaupten auch Altenstadt und Bernbeuren besuchten. Begeistert sei die Gruppe vor allem vom Engagement der Bürger und das Vertrauen, das sie ihren Bürgermeistern entgegenbrächten, so Walk. Dabei bestand die Delegation aus Entscheidungsträgern und Verwaltungsfachleuten, darunter auch stellvertretende Bürgermeister und ein Landrat aus der südbulgarischen Provinz. Vor Ort unterstützt die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ die Entwicklung, anschließend wird den Teilnehmern, die später beratend für Politik und Wirtschaft tätig sein sollen, die Möglichkeit geboten, die Umsetzung praxisnah kennen zu lernen, wie Thomas Wehinger erklärte, Mitarbeiter der GTZ, der die Gruppe begleitete. Und gerade was die Leader-Förderung angeht, ist die Lokale Aktionsgruppe Auerbergland vorbildhaft. Etwa die Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden der LAG, die Projektierung und Umsetzung der Vorhaben, aber eben auch die Einbindung der Bürger. So erfuhren die Teilnehmer etwa aus dem Mund von Bürgermeister Max Streif, wie viel Eigenleistung die Riedener eingebracht hatten um das Kletterzentrum zu realisieren. Auf interesse stieß in diesem Zusammenhang auch der Einfluss von Naturschutz, aber auch die örtlichen Gegebenheiten. Und die Gruppe erfuhr, dass es im Vorfeld des Baus zu Austritten aus der DAV-Sektion Füssen kam. Seit dem Bau aber sei die Mitgliederzahl um fast 1000 angestiegen, vor allem durch interessierte Jugendliche und Kinder, die gerne Klettern wollen. Aufgearbeitet wurde das Gelernte dann immer wieder im Quartier im Gasthof Schwarzenbach. Ein Teil der Gruppe besuchte abschließend auch die Regionalentwicklungsmesse in Leipzig.

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