Aldi darf erweitern

Aldi darf seine Verkaufsfläche erweitern, Lidl nicht. Während der Bau-, Umwelt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung im April Lidls Bauantrag ablehnte (der KREISBOTE berichtete), genehmigte das Gremium in seiner Sitzung am Dienstag Aldis Bauvorhaben. Ein Gutachten gab den Ausschlag.

Rund 848 Quadratmeter Verkaufsfläche besitzt Aldi bisher. Nun will das Unternehmen, laut Bauamtsleiter Armin Angeringer, 128 Quadratmeter seiner Lagerfläche ebenfalls in Verkaufsflächen umwandeln. Die darf aber nur dann 800 Quadratmeter überschreiten, wenn dadurch der innerstädtischen Struktur und der Versorgung auf dem Land nicht geschadet wird, erklärte Angeringer. Dass Aldi ohnehin schon eine größere Verkaufsfläche besitze, liege daran, dass der Diskounter schon stand, als ein rechtlicher Beschluss gefasst wurde, der auch den Bereich hinter den Kassen zur Verkaufsfläche zähle. Um zu gewährleisten, dass der Bauausschuss den Antrag absegnet, hatte der Diskounter im Vorfeld einen Gutachter engagiert, der den Nachweis erbrachte, dass die Erweiterung der Verkaufsflächen weder der Stadt noch dem Land schade. Der Gutachter, den Aldi engagiert hatte, ist der selbe, den sonst häufig die Stadt Füssen beauftragt. „Ich bin trotzdem dagegen“, meinte Dr. Martin Metzger (Bürger für Füssen) und auch Ilona Deckwerth (SPD) lehnte das Bauvorhaben mit „wir wollen die Innenstadt nicht veröden lassen“, ab. Zudem meinte sie, dass man nicht das aufweichen sollte, „was man selber überlegt hat“. „Wir verlieren unsere Glaubwürdigkeit, wenn wir dem eigenen Gutachter nicht glauben“, meinte hingegen der Rathauschef. Zudem werde das Landratsamt aufgrund des Gutachtens das kommunale Einvernehmen erteilen, wenn es denn nicht die Stadt tue, erklärte Iacob. Unter anderem wohl deshalb genehmigte das Gremium mit 8:2 Stimmen den Antrag.

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