Alles an seinem Platz

Die Einsatzleiter des Roten Kreuzes im Ostallgäu freuen sich über die beiden neuen Einsatzfahrzeuge, die ihnen ihre – zum Großteil ehrenamtlich geleistete – Arbeit erleichtern soll. privat

Vor einem halben Jahr hat der Kreisverband Ostallgäu des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) eine zwanzigköpfige Einsatzleitergruppe aufgestellt, unterteilt in die Gruppen Ostallgäu Nord und Süd. Um für diese verantwortungsvolle Aufgabe das nötige Rüstzeug zu besitzen, hat das Rote Kreuz nun zwei BMW-Kombis in Dienst gestellt.

„Wir haben ein halbes Jahr auf die Auslieferung der Autos warten müssen”, erklärt BRK-Rettungsdienstleiter und stellvertretender Kreisgeschäftsführer Gunther Herold. Umso größer war nun die Freude der 20 BRK-Einsatzleiter, die Schlüssel für ihre beiden neuen Dienstfahrzeuge in Empfang zu nehmen. Diese beiden Spezialautos sind Tag und Nacht in Bereitschaft. Die weißen Kombis sind nicht mit medizinischen Geräten oder Werkzeugen ausgerüstet, sondern vielmehr mit diversen Schriftstücken, die für die Organisation von Rettungskräften im Noteinsatz erforderlich sind. „Ein Computereinsatz ist in Extremsituationen zu umständlich”, erklärt Herold. Mit den neuen Einsatzleiterfahrzeugen sind die nötigen Unterlagen an festen Plätzen und durchdacht untergebracht. Dieses Ordnungskonzept hat Gunther Herold zusammen mit erfahrenen Einsatzleitern konzipiert. Viel Improvisationsvermögen war dagegen im Fahrzeug-Vorgänger, einem alten Krankenwagen, gefragt. Hier war alles provisorisch verstaut. Die Autos samt Ausstattung haben auch ihren Preis. Die rund 40.000 Euro pro Stück hat das BRK aus seinen eigenen Mitteln zu tragen. „Wie werden zwar von den Krankenkassen als Leistungsträgern und teils auch vom Kreisverband unterstützt”, so Herold, „allerdings erhalten wir nur einen Grund-Jahresbudget, aus dem wir diese beiden Fahrzeuge zusätzlich finanzieren müssen.” Dies zu leisten sei vor allem möglich, weil die Einsatzleiter allesamt ehrenamtlich im Einsatz sind. Zwar sind 95 Prozent dieser Verantwortungsträger hauptberuflich als Rettungsassistenten beschäftigt, in ihrer Freizeit leisten sie dann aber zusätzlich ehrenamtlichen Dienst als Einsatzleiter. Und gerade dieses doppelte Engagement, das die koordinierenden Helfer als hauptberufliche Rettungsassistenten und ehrenamtliche Einsatzleiter für ihre Mitbürger leisten, rechtfertigt laut Herold ganz besonders die Investition in die beiden Neufahrzeuge. Immerhin bieten diese auch die nötige Zusatzausstattung wie Allradantrieb. „Ohne Sicherheit geht vor allem in Einsatzbereichen wie Pfronten und Füssen nicht nur im Winter nichts”, erklärt Herold. Und auf den Einsatz in den neuen Autos freuen sich ebenso schon die fünf künftigen Kollegen, die derzeit noch die Ausbildung absolvieren und bald das Team der Einsatzleiter erweitern werden.

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