Spatenstich: Vertreter der Stadt und Ingenieurbüros geben das Baugebiet Weidach für die Erschließung frei

Platz für bis zu 75 neue Wohneinheiten

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Gemeinsam greifen die Projektpartner beim Spatenstich zur Schaufel: Von den Ingenieurbüros Cornelius Wintergerst (v.l.), Marcel Braun, Dorothea Babel-Rampp, Andreas Hosp von STRABAG, Füssens Bürgermeister Paul Iacob, Hauptamtsleiter Andreas Rist, Sebastian Klingner, Kämmerer Helmut Schuster und Martin Köpf vom Bauamt.

Füssen – Mit einem gemeinsamen Spatenstich haben jetzt Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Vertreter der beteiligten Ingenieurbüros das Baugebiet im Weidach für die Erschließung freigegeben. Dort wo früher die Stadtgärtnerei beheimatet war, können bis zu 75 neue Wohneinheiten entstehen.

„Eine Stadtgärtnerei im teuersten Wohngebiet der Stadt zu unterhalten“, so Bürgermeister Paul Iacob, mag in einer reichen Stadt gut sein. Doch nicht in Füssen, weshalb der Stadtrat schon vor einiger Zeit beschlossen habe, diese umzusiedeln und sie, wie Iacob betonte, energetisch richtig, neben der Kläranlage in Berwang aufgebaut habe, wodurch man noch schöneren Blumenschmuck für Füssen bekomme. 

„Auf der anderen Seite haben wir dadurch natürlich Raum gewonnen“, fuhr der Rathauschef dort. Mit zusätzlichen Grundstücken von Alteigentümern wollte man, „dass Einheimische und Zuziehende Bauland finden“. Wie bei jeder Veränderung, bedauerte Iacob, habe es sofort Proteste gegeben. „Denn dies sei ein ,Überschwemmungsgebiet´“, so der Vorwurf. „Es gab einmal, vor vielen Jahren ein riesiges Hochwasser von Passau bis zu uns, da war das Weidach ein wenig überschwemmt“, versuchte Iacob den Vorwurf zu entkräften. 

Man habe aber Gutachten erstellen lassen und mit dem Wasserwirtschaftsamt gesprochen, Probebohrungen niedergebracht, und alle hätten bestätigt: „Es gibt keine Überschwemmungsgefahr. So dass man heute sagen kann, dies ist ein sehr gutes Bauland“. Nachfrage war groß Anschließend habe man den Bebauungsplan in Angriff nehmen können, rekapitulierte Iacob. 

Man habe die Architektin Dorothea Babel-Rampp gefunden, die den Bebauungsplan aufgestellt habe. Und noch während dieser Phase „kamen schon die ersten Anfragen nach Grundstücken in diesem traumhaften Wohngebiet“, erinnerte sich Iacob. Nachdem auch der Stadtrat den Bebauungsplan beschlossen habe, konnte man die Grundstücke veräußern. Alle Firmen, die heute hier beim Spatenstich dabei seinen, waren in dieser Zeit korrekte Partner, mit denen man konstruktiv habe zusammen arbeiten könne, so Iacob. 

Man habe die Möglichkeit bekommen, gut und sparsam zu bauen, wobei man optimale Lösungen für das Baugebiet gefunden habe. Bei all dem dürfe man aber nicht vergessen, dass am Ende Geld verdient werde. „Das war der Gedanke und das muss man auch sagen. Und dann ist auch der Kämmerer glücklich“, so Iacob. 

Der Bedarf an Wohnland müsse zudem gedeckt werden, wenn man wachsen wolle. „Und wir wollen wachsen“. Der Gewinn auch dem Verkauf der Grundstücke komme wiederum der Stadt und ihren Bürgern zugute, mit dem Geld „konnten wir Neuinvestitionen machen“, erinnerte Iacob, „das Vermögen der Stadt ausbauen und Schulden tilgen“. 

Und darüber hinaus habe man Wohnraum für über 70 Familien geschaffen, wobei die Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG) Allgäu bereits mit dem Bau begonnen hat. Sie musste nicht auf die Erschließung warten, nachdem ihre Grundstücke teilweise an die Weidachstraße grenzen. Die BSG hat 34 Grundstücke erworben, die Stadt Füssen veräußerte weitere 36 direkt und fünf blieben in privater Hand. Kurz ging auch die verantwortliche Architektin auf das Vorhaben ein. 

So werde es keine Gehsteige sondern nur gepflasterte Straßen geben. Dadurch können Kinder im gesamten Bereich spielen und die hoffentlich jungen Familien sich hier wohl fühlen, so Rampp. Es soll einen zentralen Platz für Feiern geben, wo dann auch das Gros der Bäume gepflanzt werde. Die Planungen sehen vor, dass das Areal zwischen 2017 und 2018 fertig wird. Anschließend müssen dann nur noch die Außenanlagen erschlossen werden. Das Neubaugebiet umfasst 44.000 Quadratmeter Grund.

Oliver Sommer

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