Die Altstadt neu inszeniert

Dieses Holzmodell des geplanten Gebäudes steht derzeit im Rathaus. Foto: Schuster

Das geplante Einkaufszentrum Theresienhof hat eine konkrete Form bekommen. Architektin Annette Degle hat in der vergangenen Woche im Bauausschuss ein Modell des Gebäudes präsentiert und stieß damit auf Anklang. Dem historischen Stadtbild trage das Gebäude Rechnung. Einige Hürden sind bis zur Realisierung aber noch zu überwinden.

Bei dem Entwurf, erläuterte Degle, habe sich das Architekten-Team zunächst die Altstadt und die Umgebung des Einkaufszentrums betrachtet. Die besteht aus einigen großvolumigen Gebäuden wie dem Kloster, der Sparkasse oder auch dem hohen Schloss, weist aber im Kleinen auch eine enge Parzellenstruktur auf. Diese Situation wollte sie „abstrakt interpretieren“, so wie man ein Stück im Theater auch neu inszenieren kann. Als Vorbild diente unter anderem auch eine Boutique in Regensburg, in in einem Neubau untergebracht ist, der in seiner Gestaltung der dortigen Altstadt Rechnung trägt. So weist das geplante Gebäude eher kleine Fenster auf, zum Kaiser-Maximilian-Platz aber auch eine großzügigere Glasfront. Bürgermeister Paul Iacob (SPD) lobte vor allem den „frei schwebenden Eingangsbereich“. „Da hat sich endlich Mal ein Architekt richtig Gedanken gemacht“, frohlockte gar Stadtrat Gabriel Guggemos. Die noch nicht zu Ende geführten Grundstücksverhandlungen laufen indes gut, wie Iacob berichtete. „Wir werden in den nächsten Tagen den städtebaulichen Vertrag über die Bühne bringen“, gab er an.

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