Waldpreis geht nach Füssen und Pfronten

Ursula Lax (v.r.) und Robert Schürzinger nehmen die Waldpreise für die Stadt Füssen und für die Wald-und Weidegenossenschaft Pfronten-Kappel von Harald Husel, Forstlicher Berater der Forstbetriebsgemeinschaft Marktoberdorf, und Angelika Schorer entgegen. Foto: nis

Füssen – Den Waldpreis 2013 hat kürzlich Schirmherrin Angelika Schorer im Walderlebniszentrum Ziegelwies verliehen. Zum vierten Mal war dieser Preis im Landkreis Ostallgäu, der alle zwei Jahre vergeben wird, ausgeschrieben. Die beiden Preisträger kamen heuer aus Pfronten und Füssen.

Allein im Landkreis und der Stadt Kaufbeuren gibt es 12.000 Waldbesitzer, darunter Privatbesitzer kleiner bis mittlerer Wälder, Staatswald, Waldkörperschaften und –genossenschaften sowie Stiftungs- und Kirchenwälder. Insgesamt kommen dabei knapp 50.000 Hektar Wald zusammen. Heuer hatten 31 Bewerber teilgenommen, ein neuer Rekord, wovon zehn in die engere Auswahl genommen und von einer zehnköpfigen Fach-Jury begutachtet und bewertet wurden. 

In ihrer Festrede wies Schorer auf den wirtschaftlichen Faktor „Wald“ hin: Das Cluster „Wald und Holz“ läge bundesweit mit 190.000 Arbeitsplätzen und 35 Milliarden Euro Umsatz jährlich auf dem vierten Platz der Wirtschaftsskala, noch vor der Automobilindustrie. Die beiden je mit 1000 Euro dotierten Waldpreise 2013 (kommunale und private Eigentümer) überreichte die Schirmherrin an die Wald- und Weidegenossenschaft Pfronten-Kappel, deren Wald von der Jury mit 740 von möglichen 750 Punkten bewertet wurde, und an die Stadt Füssen, die 698 Punkte erhalten hatte. Den Preis für die Stadt Füssen nahm Ursula Lax, Zweite Füssener Bürgermeisterin entgegen, für die Wald- und Weidengenossenschaft Pfronten-Kappel, Robert Schürzinger.

Sechs Kriterien lagen der Bewertung zugrunde, davon vier ökonomische Gesichtspunkte. Darunter fielen Sicherheit, die die standortgerechte und heimische Baumarten genauer betrachtet, Stabilität, Vitalität und Struktur und die Wald-Nutzung. Hinzu kamen Kriterien, die unter anderem das ökologische Gleichgewicht mit den Schwerpunkten Naturschutz und Jagd untersuchten. Unter der Überschrift „Soziale Gerechtigkeit“ wurde unter anderem die motormanuelle Nutzung, regionale Unternehmer, Fortbildungen und Mitgliedschaft in Verbänden, aber auch der Verbrauch des Holzes und eine zukunftsorientierte Ausrichtung geprüft. jl

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