Bauausschuss lehnt Sportwetten-Anbieter in der Luitpoldstraße ab

Ein zu hoher Einsatz

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Sportwetten sollten künftig in der Luitpoldstraße 13 angeboten werden. Der Bauausschuss lehnt das jedoch ab.

Füssen – „Kombinieren Sie Tennis und Fußball, Live-Spiele und normale Events schnell und einfach als Livewette und kassieren Sie richtig ab!“ Vollmundig verspricht der Sportwettenanbieter tipico auf seiner Homepage seinen Kunden den großen Gewinn.

Füssener werden aber wohl keine Gelegenheit zum schnellen Reibach bekommen: Der Bauausschuss lehnte am Dienstagabend eine geplante Annahmestelle der Firma mit Sitz auf Malta in der Luitpoldstraße einstimmig und ohne Diskussionen ab. 

Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende – denn der Ausschuss fällte praktisch eine grundsätzliche Entscheidung: Spielhallen, Wettbüros und andere „Vergnügungsstätten“ werden es künftig schwer mit einer Neuansiedlung in Füssen haben. „Wir möchten da keine weitere Ausweitung“, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer gegenüber dem Kreisbote. 

Wie aus der Bauvoranfrage hervor geht, will ein Geschäftsmann in der Luitpoldstraße 13 auf 72 Quadratmetern eine tipico-Annahmestelle einrichten. Da für dieses Gebiet kein gültiger Bebauungsplan besteht, wäre das an und für sich auch kein Problem. Die Füssener Bauverwaltung, allen voran Bauamtsleiter Armin Angeringer, befürchtet aber durch die Ansiedlung eines Wettbüros einen „Trading-Down“-Effekt. 

Daher empfahl er den Ausschussmitgliedern, die Bauvoranfrage abzulehnen. „Die Konzentration dieser Nutzung hat einfach Auswirkungen auf die Umgebung“, so Angeringer gegenüber unserer Zeitung. 

Landratsamt prüft 

Allerdings prüft auch das Landratsamt Ostallgäu derzeit noch das Füssener tipico-Vorhaben, eine abschließende Stellungnahme lag am Dienstag noch nicht vor. Es könnte also durchaus passieren, dass das übergeordnete Landratsamt die Wettbüro-Pläne trotz des Vetos aus Füssen durchwinkt. 

Um die Ansiedlung in der Luitpoldstraße trotzdem zu verhindern, erläuterte Angeringer den anwesenden Stadträten, werde die Bauverwaltung in diesem Fall in die Bauleitplanung einsteigen und eine Veränderungssperre verhängen. Damit würde auch anderen „Vergnügungsstätten“ künftig der Weg in die Luitpoldstraße versperrt.

Matthias Matz

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