St. Anna-Platz wird runderneuert

Der St. Anna-Platz heute. Ihn will die Gemeinde Oy im kommenden Jahr schön ausgestalten. Foto: Sprinkart

Gespaltenes Granitpflaster aus dem Bayerischen Wald wird nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates Oy-Mittelberg zukünftig den neu gestalteten St. Anna-Platz zieren. Die Neugestaltung des Platzes soll in knapp einem Jahr fertig sein.

Nachdem sich ein eingesetzter Arbeitskreis schon mehr als 18 Monate mit einer umfassenden Neugestaltung auseinander setzte, wurde im Januar diesen Jahres mit der näheren Planung zur Verbesserung des Ortsbildes und drastischen Reduzierung der Durchfahrgeschwindigkeit im Ortszentrum begonnen. Diese sieht unter anderem vor, die Asphaltdecke der Hauptstraße von der Kreuzung Hauptstraße/Mittelgasse bis zur Sparkasse abzutragen. Gleichzeitig soll eine Annäherung an die ursprüngliche Topographie erreicht werden, denn über die Jahrzehnte wurden für einen reibungslosen Durchgangsverkehr immer weitere Fahrbahnschichten aufgepackt, was das Straßenniveau stetig anwachsen ließ. Der Platz selbst wird sich dann kontinuierlich vom Friseur Kremmling in drei bis dreieinhalb Prozent Steigung zur denkmalgeschützten Apotheke und zur Schreinerei Schmöger neigen. Abgetrennt durch eine wasserführende Rinne wird die Fahrbahnbreite rund sechs Meter betragen. Zudem sind mehrere Sitzgelegenheiten um den Platz vorgesehen. Bäume anpflanzen Die Gemeinderäte Probst und Lechleiter wiesen auf die klimatischen Besonderheiten im 960 Meter hoch gelegenen Oy hin und schlugen deshalb mobile Bänke vor, die etwa im Winter potenziellen Schneemassen weichen könnten. Darüber, sowie über Platzierung von Straßenbeleuchtung, Hydrant, Beschilderung et cetera soll gesondert beraten und abgestimmt werden. Es ist angedacht, die private Garage (ganz links oben im Bild) nach Absprache mit dem Eigentümer um 180 Grad zu drehen und deren Einfahrt von der Hauptstraße aus möglich zu machen. Daran nördlich anschließend, wo sich einst der Salzstadel von Oy befand, wird eine Bepflanzung etwa mit vier Bäumen symbolisch an den einstigen Mittelpunkt des Ortes erinnern. Die Marienstatue soll zudem wieder mehr zur Geltung kommen, von der Kapelle abrücken und zur Straße hin versetzt werden. Außerdem verischern die Städteplaner Baur von SEP, München, dass die Fläche weiterhin auch von schweren Fahrzeugen befahren und von Schneepflügen geräumt werden kann. Ähnliche Maßnahmen in Sonthofen und Lindenberg würden das bestätigen. Jetzt wird die weitere Organisation der rund 600.000 Euro umfassenden Ortskernsanierung angegangen, damit ab April beziehungsweise Mai 2012 die Bauarbeiten beginnen können. Bei guten Witterungsbedingungen soll das zunächst 2000 Quadratmeter große Areal im November kommenden Jahres fertig sein. Eine spätere Ausweitung ist vorgesehen.

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