Bürger diskutieren mit Bürgermeister und Bauamtsleiter über die Verkehrssicherheit im Füssener Westen

Füssen-West soll 30er-Zone bekommen

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Diskussionsbedarf: Im Gasthof „Drei Tannen“ kommen Bewohner des Füssener Westens mit Vertretern der Stadt zusammen, um über die Verbesserung der Verkehrssicherheit in ihrem Stadtteil zu reden.

Füssen – Ziemlich hohe Wellen schlug am Dienstag der Bebauungsplan W 20 bei einer Bürgerinformationsveranstaltung im Gasthof „Drei Tannen“ in Füssen-West.

Dort trafen sich Anwohner mit Vertretern der Füssener Stadtverwaltung, um über „Verbesserungen der Verkehrssicherheit“ im Westteil Füssens zu diskutieren, wie die erste Vorsitzende des Vereins Füssen-West, Evelyn Vesenmayer, zu Beginn der Bürgerversammlung erklärte.

In Anwesenheit von Bürgermeister Paul Iacob (SPD) sowie Bauamtsleiter Armin Angeringer moderierte Vesenmayer das Treffen, das Bewohner des Füssener Westens einberufen hatten. Sie sind nicht nur über die Verkehrssituation im Bereich der Froschenseestraße, sondern allgemein in Füssen-West besorgt.

So las Vesenmayer zu Beginn des Abends einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrslage „in unserem Stadtteil“ vor, den dort lebende Bürger bereits am 9. März diesen Jahres an Iacob gerichtet hatten. In diesem bitte sie die Stadt, „die relativ schlecht ausgebaute und mit starkem Durchgangsverkehr belastete Froschenseestraße“ aus Sicherheitsgründen auf 30 km/h zu begrenzen und zudem alle Möglichkeiten auszuschöpfen, den Lkw-Verkehr weitgehend über den Kreisverkehr Richtung B 310 und Autobahn zu lenken.

Heftige Diskussion

Im Zuge dessen entzündete sich vor allem an einem Aufstellungsbeschluss bezüglich des Bebauungsplanes W 20 eine heftige Diskussion. In diesem ist neben der Steinbrecherstraße, die die Hiebelerstraße mit der Schäfflerstraße verbinden soll, auch die Kalkbrennerstraße geplant. Diese soll parallel zur Lautenmacherstraße verlaufen und die Schäffler- mit der Froschenseestraße verbinden. Während bei der Steinbrecherstraße weitestgehend Konsens herrscht, ist die Kalkbrennerstraße umstritten.

Viele befürchten, dass sich dadurch der Verkehr in den Wohngebieten im Füssener Westen verstärken könnte. Varianten präsentiert Zu der Planung präsentierte Füssens Dritter Bürgermeister, Andreas Ullrich (FWF), der Versammlung verschiedene Varianten. Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass er für die Einrichtung eines sogenannten Wendehammers sei, um die Froschenseestraße verkehrsmäßig zu entlasten.

Dessen Realisierung kann laut Bürgermeister Iacob allerdings wegen rechtlich offener Fragen momentan nicht beschlossen werden. Nachdem der Füssener Rathauschef den Versammelten dann aber die Einführung einer Tempo 30-Zone im Westen vorgeschlagen hatte, stimmten diese schließlich einhellig dafür.

lex

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