Ja zu zweitem Bauabschnitt

Im Norden des ehemaligen Kurhausgeländes wird bereits fleißig gebaut, auch auf der unbebauten Fläche im Süden sollen bald Doppel- und Einfamilienhäuser entstehen. F: Schuster

Füssen – Ein Gesundheitszentrum wird auf der südlichen Hälfte des Kurhaus-Areals nicht entstehen, dafür Reihen- und Kettenhäuser, wie sie derzeit auf dem nördlichen Teil gebaut werden. Den Bebauungsplan hat der Stadtrat nun auf den Weg gebracht und bestand dabei auf Platz für einen Spielplatz. 

Auch angrenzend an den Kurpark werden bald Wohnhäuser gebaut werden. Ein Investor, der dort eine Gesundheitseinrichtung baut, fand sich offenbar nicht. Der Lageplan ist in etwa spiegelbildlich dem des nördlichen Teils. Sowohl Doppelhäuser als auch Einfamilienhäuser, die durch eine Garage miteinander verbunden sind, sind vorgesehen. Die Straße zwischen dem nördlichen und südlichen Areal sei bereits fertig, inklusive Wasser, Strom und Telefonleitungen. Sogar die Anschlüsse für die noch zu bauenden südlichen Wohnhäuser seien schon angelegt so die Planer des Büros Klinger – obwohl erst seit kurzem feststeht, dass dort überhaupt Wohnhäuser und keine Gesundheitseinrichtung hinkommen sollen. 

Das machte CSU-Stadtrat Dr. Hans Martin Beyer stutzig. „Wenn das alles schon fertig ist, dann frage ich mich, wie ernsthaft man nach jemandem für ein Gesundheitszentrum gesucht hat“, fragte er. Die Straße und die Anschlüsse hätten Grundstückseigner Josi Kreuzhagen und das Planungsbüro Klinger auf eigenes Risiko gebaut, erfuhr er von Ernst Meßthaler, dem Chef des Liegenschaftsamts. Dass mit einem Investor für eine ärztliche Einrichtung ein finanzierbarer Deal zustande gekommen wäre, bezweifelte Kreuzhagen. 

Die Architektur der angedachten Häuser passte einigen Stadträten nicht. Franz Nagel (CSU) waren die Häuser „zu 08/15. Mir fehlt ein bisschen das Interessante“, gab er an. Lieber mehr pfiffige Kettenhäuser als Doppelhäuser wünschte sich Ilona Deckwerth, gar nichts Positives konnte Michael Wollnitza (FW) den Plänen abgewinnen. Sie seien „für die Stadtentwicklung eine Katastrophe, ich kann das nicht verantworten“, erklärte er. 

Einen Spielplatz brauche das neue Wohngebiet unbedingt, da waren sich die Räte einig. Deckwerth kritisierte, warum der nicht im Bebauungsplan eingezeichnet sei. Die Verwaltung halte ihn nicht für nötig, wie Bauamtschef Armin Angeringer erklärte, schließlich habe jedes Grundstück ja einen Garten. Im Erschließungsvertrag aber, das erläuterte Kreuzhagen, sei er zwingend vorgesehen. Der Spielplatz könne an zweierlei Plätzen entstehen: Nämlich südlich am Kurpark – auf Grund und Boden, der Kreuzhagen gehört – oder auf dem städtischen Areal an der Turnhalle im Osten. 10.000 Euro für die Spielgeräte würde Gelände-Eigner Kreuzhagen dafür der Stadt geben, wie er in Aussicht stellte. Die Pflege des Spielplatzes wäre dann städtische Aufgabe. 

Über die beste Lösung kam das Gremium zu keinem eindeutigen Votum, laut Mehrheitsbeschluss ist er aber in den Bebauungsplan aufzunehmen. Sein genauer Standort soll im weiteren Verfahren festgelegt werden. ps

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