Auffallend einfallsreich

Lange war es im Gespräch, am Ende ging es ganz schnell: Pünktlich zur Landesausstellung Bayern-Italien sollen in Füssen 14 neue Wegweiser Touristen helfen, zu ihrem jeweiligen Ziel zu finden, sei es eine Sehenswürdigkeit, die Touristeninformation oder der Bahnhof. Den scheinbaren Widerspruch, ein Leitsystem zu entwerfen, das den Einheimischen nicht störend auffällt und den Gästen nicht entgeht, hat Designer Andreas Koop nach Ansicht von Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier überzeugend gelöst.

1,90 Meter Hoch und 75 Zentimeter breit sollen die Wegweiser sein und in dezentem Dunkelgrau und Gelb gehalten sein. Bestechend ist vor allem die Form der Gebilde. Eine Graue und eine gelbe Tafel stehen leicht versetzt hintereinander und sind quasi mit einem Dach und einem Bodenstück verbunden. Die Vordere verrät dem Gast den Weg zu den Sehenswürdigkeiten, die Hintere, die nur auf der sichtbaren rechten Hälfte beschriftet ist, deutet mit Symbolen den Weg zur Tourist-Info, zum Bahnhof oder Busbahnhof. Von der Seite betrachtet sieht man nur die dünnen Breitseiten der Tafeln. Bei dieser Konstruktion spart man sich – zumindest auf ebenem Untergrund – den Sockel, der oft genauso viel koste wie das ganze Schild, erklärte Andreas Koop, dem jüngst der Bauausschuss in nicht öffentlicher Sitzung den Auftrag erteilt hat. Die Kosten von rund 30000 Euro teilen sich die Stadt und FTM. Ein bisschen Vorarbeit hat das Stadtoberhaupt selbst geleistet und ähnliche Leitsysteme in anderen Städten und Gemeinde Fotografiert. Die CD mit den Fotos gab er dann an Carmen Settele von der Verwaltung weiter. Die Stadt startete sodann eine Ausschreibung. Von sieben angeschriebenen Unternehmen reichten vier Entwürfe ein, drei kamen in die engere Auswahl Der Ausschuss entschied sich dann für Koops Entwurf. Was sich wie ein langer Entscheidungsprozess anhört, ging in Wahrheit zügig. Erst im Februar begannen die Planungen. City-Tour integriert Stefan Fredlmeier sieht sich in dem Weg bestätigt, einen Fachmann ran zu lassen, anstatt selbst ein Leitsystem zu entwerfen. Es gelte Hotel- und Citytour zu integrieren, denn „die bestehenden Leitsysteme sind nicht aus eine Guss“. Um nicht für Verwirrung zu sorgen, sollen die City-Tour-Wegweiser nun verschwinden, bleiben sollen hingegen die zugehörigen Informationstafeln. Insgesamt 14 Wegweiser werden in der Stadt stehen, etwa am Eingang zur Reichenstraße, am Stadtbrunnen oder an der Morisse, so Settele. „Wir werden den 21. Mai halten“, versprach Iacob, denn dann beginnt die Landesausstellung Bayern-Italien, die zahlreiche Gäste nach Füssen locken soll.

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