Tiroler feiern in Vils ihr Regimentsschützenfest

Tradition zeigen

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Die Fahne für Tradition und Brauchtum halten die Schützenkompanien hoch. 

Vils – Die Demonstration von Tradition und Brauchtum stand jetzt im Mittelpunkt des 57. Oberinntaler Regimentsschützenfests. Den festlichen Gottesdienst zelebrierte Abt German Erd zusammen mit Angehörigen der verschiedenen Schützenkompanien und Gastvereinen aus dem Allgäu.

Die musikalische Umrahmung übernahm die Vilser Bürgermusikkapelle mit der Schubert-Messe. Abt Erd rief die Versammelten in herrlicher Kulisse am Eisplatz dazu auf, der Natur mehr Aufmerksamkeit zu schenken. „Sie wurde in den letzten Jahren massiv beleidigt und fordert immer mehr ihren Tribut – auch wenn sie sich am heutigen Tag von ihrer besten Seite zeigt.“

Der großen Quelle der Schönheit, die Gott den Menschen schenke, müsse ein höherer Stellenwert eingeräumt werden und im Leben der Menschen stets gegenwärtig sein. „Wir haben Gebote, die eingehalten werden sollten und eine stete Disziplin einfordern, so wie sie die Schützen an den Tag legen“, sagte Erd.

In seiner kurzen Begrüßung sagte der Vilser Bürgermeister Günter Keller, dass es sich lohne, in diesem Land für die Freiheit zu kämpfen. „Wenn uns das in Zukunft nicht gelingt, werden wir große Schwierigkeiten bekommen“, betonte das Stadtoberhaupt. Weiter sagte er, dass die Europäische Union für einen Ort, der immer an der Grenze lag, wichtiger denn je sei. „Wir haben die Aufgabe, unser Land und unsere Stadt weiterzuentwickeln – damit sie das bleibt, was sie ist: der schönste Fleck auf dieser Welt“, rief er den Schützen zu.

"Keine Kompromisse"

Landeshauptmann Günther Platter hob das Traditionsbewusstsein der Schützenskompanien hervor, deren Bestreben es sei, Werte des Glaubens, der Familien und der Freiheit zu verteidigen. Auch betonte er, „dass es ein Privileg sei, in dieses Land und in diese Zeit hinein geboren zu sein.“ Bei der Friedenssicherung dürfe es keine Kompromisse geben.

Auch die Verantwortung dafür zu kämpfen dürfe nicht nachlassen. „Die Wertegemeinschaft Tirol und Österreich muss bestehen bleiben, auch wenn von außen versucht wird, Konflikte ins Land zu tragen.“ Der lange Festzug machte sich anschließend, nach verschiedenen Ehrungen für langjährige und verdiente Schützen und unter den Klängen der teilnehmenden Musikkapellen, auf den Weg durch die von vielen Zuschauern gesäumten Straßen zum Festzelt. Dort empfing sie die Kapelle Betzigau aus dem Oberallgäu, die den Festausklang musikalisch umrahmte.

ed

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