Benefizkonzert "Let there be Rock!" in der Christuskirche kommt beim Publikum gut an

Orgel trifft auf E-Gitarre

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Rockige Klänge in der Kirche: Die präsentieren Karin Manner, Claudia Cane, Ozzy Thompson, Jessie Thompson, Jochen von Eichmann und Till Twardy.

Füssen – Eine temperamentvolle Stimmung herrschte beim jüngsten Konzert in der evangelischen Christuskirche. Hier trafen Orgel, Saxophon, E-Gitarre, Schlagzeug und Gesang unter dem Titel „Let there be Rock!” aufeinander. Eine ungewöhnliche Kombination, die beim Publikum großen Anklang fand.

Bei diesem Benefizkonzert dürfte ein ganz schön erkleckliches Sümmchen zugunsten der Innenrenovierung des protestantischen Gotteshauses zusammengekommen sein, wenn die Besucher genauso kräftig Geld gespendet haben, wie vorher Applaus. Brachten Karin Manner, Claudia Cane, Ozzy Thompson, Jessie Thompson, Jochen von Eichmann und Till Twardy dabei doch mit ihrem Programm ungewöhnlich temperamentvolle Stimmung in die beinahe vollbesetzte Kirche.

Das dankten ihnen die Zuhörer nach gut einer Stunde denn auch mit stürmischem Beifall. Zu Beginn hatte Pfarrer Jochen Spengler zugegeben, dass der Auftritt der drei Sängerinnen und drei Musiker an diesem Abend „eine unge-wöhnliche musikalische Veranstaltung“ mit einem Programm bilde, das so noch nie zu hören war. Während Twardys Orgelspiel dabei einen unverkennbaren Bezug zur Kirche herstellte, hatte man bei Jessie Thompsons E-Gitarren- sowie Saxophonklängen und von Eichmanns Schlagzeug-Part schon einige Schwierigkeiten, die Töne mit der Lokalität zu verbinden. 

Da sich jedoch alle anderen Mitwirkenden an der Lautstärke der Orgel orientieren mussten, wie Twardy bekundete, stellte dieses bemerkenswerte Konzert ein gelungenes kirchenmusikalisches Experiment dar. So spannten die sechs Musiker einen großen Bogen über die Geschichte der Rockmusik mit Liedern wie „Final countdown“, „Dave is on the road again“ „Shine on you crazy diamond“ und „With a little help from my friends“. 

Der Auftritt der Musiker kam beim Publikum gut an, worüber sich nicht zuletzt der Förderverein Christuskirche als Veranstalter gefreut haben dürfte. Schließlich trafen sich zahlreiche Besucher nach dem Konzert am Stand des Fördervereins, an dem dieser seinen „Himmlisches Tröpfchen“ genannten Wein verkaufte. Dessen Erlös kommt gleichfalls der Finanzierung der Innenrenovierung der Kirche zugute. 

Und einige Zuhörer nahmen dies wohl auch zum Anlass, ihre Stimmbänder wieder geschmeidig zu machen, nachdem sie beim letzten Lied des Konzerts „God gave Rock´n´Roll to you” lauthals mitgesungen hatten.

lex

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