Ausstellung in der Sparkasse

Zwischen Realismus und Abstraktion

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Von den Gemälden mit „Farbemotionen“, die Professor Dr. Georg Köpf (links) in Füssen präsentiert, lässt sich Bürgermeister Paul Iacob (rechts) und Vorstandsmitglied Rochus Nickl von der Sparkasse Allgäu ansprechen.

Füssen – „Experimente in Acryl“ heißt die Gemäldeausstellung von Professor Dr. Georg Köpf, die jetzt in der Sparkasse Füssen zu sehen ist. Die Schau zeigt bis Freitag, 9. Oktober, 20 Bilder, die sich stilistisch zwischen Realismus und freier Abstraktion bewegen.

Beim Rundgang erwarten den Betrachter nicht nur ein Waldweg, sondern auch die Darstellung einer Brandung sowie zahlreiche Motive aus dem zwischenmenschlichen Bereich. Diese Werke können zum Beispiel „Zweisamkeit“ heißen oder „Schau mi oah“. Köpf, der als Dozent für Wirtschaft an der Hochschule Kempten tätig ist, hat sich seit 2009 als Autodidakt der Malerei zugewandt. „Mehr Handwerker als Künstler, immer für eine Überraschung gut“, so sieht er sich in einem Info-Blatt zur Ausstellung selbst. 

Zu verdanken ist die Bilderschau dem Kontakt zwischen der Hochschule und der Sparkasse, der sich auch persönlich gestaltet. Als Gastgeber der Vernissage wies Rochus Nickl aus der Sparkassen-Vorstandschaft in seiner Begrüßung vor allem auch auf Köpfs Wortschöpfung „Bierelle“ hin. Es handelt sich um eine Mischung aus Acryl und Bier, das die Farbe verdünnt. Es riecht aber nicht nach Gerstensaft, selbst wenn der Betrachter seine Nase nah vors aufgehängte Kunstwerk hält. 

Deutlich erkennbar aus der üblichen Distanz wird, dass Maler Köpf einigen seiner Bilder bewusst einen dreidimensionalen Charakter gibt. Er nutzt hierfür, wie Nickl beschreibt, „Teilchen aus Metall oder Holz“. 

Geldanlage in Wein 

Außerdem wurden von ihm hier und da auf dem Bildgrund Sandkörner aufgetragen, die den Charakter eines Motivs betonen sollen. Köpf charakterisiert seine Bilder selbst als „Kombination zwischen reinem Zufall und bewusster Gestaltung“. Die Gäste der Eröffnungsfeier erlebten eine von Nickl angekündigte „Premiere“: Köpf hielt hier vor kleinem Kreis seinen Vortrag zum Thema „Geldanlage in Wein und Bier“. Wein und Bier – so der Experte bei seiner Power-Point-Präsentation – „sind auch als Instrument zur Kapitalanlage geeignet.“ Die Renditen sind laut Köpf hier nicht allzu hoch, „doch sie sind höher als die aktuelle Verzinsung auf Sparkonten“. 

Der Referent schilderte ein Beispiel: „Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in den Neuen Markt investiert hat, hat sich 18 Monate lang über fallende Kurse geärgert und heute noch 90 Euro übrig. Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in Bier investiert hat, konnte 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen.“ Das Leergut könne außerdem zu Bargeld gemacht werden. 

Köpf informierte abschließend noch über die möglichen Geldanlagen, durch Beteiligung an Brauereien und Weinbergen. cf

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