Web 2.0 bald auch in Hopfen und Weißensee

Endlich ist es soweit: in gut einem Jahr sollen auch die Bewohner von Weißensee und Hopfen nach Herzenslust im Web 2.0 surfen können – und die örtlichen Betriebe Daten mit anständiger Rate empfangen und senden können. Am Freitag vergangener Woche hat Bürgermeister Paul Iacob (SPD) den Kooperationsvertrag mit der Telekom unterzeichnet, der die Breitbandversorgung der beiden Füssener Ortsteile in die Wege leitet.

Von einem großen Schritt in die Zukunft sprach Iacob und freute sich besonders, dass man die Anbindung nicht per Richtfunk versuche, sondern „mit der modernsten Technik, die wir haben – dem Glasfaserkabel“. Das zu verlegen ist nicht ganz billig und die Telekom, das ließ Manager Ralf Niepel durchblicken, hätte die Breitbandanbindung allein nicht durchgezogen, „weil wir nur eine begrenzte Zahl an Kunden kriegen“. Schließlich ist nicht gesagt, dass die Hopfener und Weißenseer ihre DSL-Verträge auch bei der Firma mit dem magentafarbenen Logo abschließen. „Bei 50 Prozent Marktanteil können wir nicht 100 Prozent des Ausbaus finanzieren“. Deshalb steuert die Stadt Füssen 300.000 Euro zum Ausbau bei, abzüglich einer staatlichen Förderung von 100.000 Euro, wie Hauptamstleiter Andreas Rist erklärte. Die Glasfaser-Anbindung schließt Hopfen und Weißensee nicht nur an die Datenautobahn des 21. Jahrhunderts an, sondern biete bereits die Grundlage für zukünftige Technologien, etwa dem VDSL, wie Niepel erklärte. Wichtig sei das Breitband-Internet auch für den Wirtschaftsstandort, denn „wir haben Betriebe dort, die brauchen die Übertragungsraten“, meinte Iacob. Bis zu 16000 Kilobit pro Sekunde sollen künftig möglich sein, erklärte Telekomsprecherin Cordelia Hiller in einer Pressemitteilunng, 1100 Haushalte werden durch die Anbindung mit versorgt. Ein Jahr gibt sich die Telekom Zeit für den teilweise aufwändigen Ausbau. Im Sommer kommenden Jahres soll es dann soweit sein. Der Beginn der Arbeiten steht unmittelbar bevor, denn der Startschuss fiel mit der Unterzeichnung, erklärte Ralf Niepel.

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