Detailplanungen für die Außengestaltung des Bahnhofs beginnen

Heiße Phase beginnt

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Wuchtig ragt das neue Geschäftshaus am Bahnhof in den Himmel. Da im Herbst die ersten Mieter einziehen sollen, geht es nun an die Planungen für den Außenbereich.

Füssen – Im Herbst sollen bereits die ersten Mieter in das neue Geschäftshaus am Füssener Bahnhof einziehen. Der Bauausschuss des Stadtrates hat deshalb jetzt die Stadtverwaltung einstimmig beauftragt, zusammen mit der Firma Hubert Schmid eine detaillierte Planung für den Außenbereich auszuarbeiten.

Kritik äußerten die Stadträte vor allem an der Verkehrssicherheit vor der Tiefgarageneinfahrt. Nach Angaben von Füssens Bauamtsleiter Armin Angeringer sehen die bisherigen Überlegungen einen befestigten Bereich vor dem zunächst nur provisorischen Haupteingang vor, von dem aus die Reisenden in die Innenstadt oder zu den wartenden Bussen quasi verteilt werden sollen.

Aus diesem Grund soll auch ein Zebrastreifen eingerichtet werden. Wo genau, so Angeringer, soll im Zuge der Planungen für den neuen Zentralen Omnibusparkplatz (ZOB) entschieden werden. „Die Passanten sollen kurze Wege in die Innenstadt vorfinden“, so der Bauamtsleiter.

In Richtung des Luitpoldparkhotels sehen die bisherigen Planungen dagegen eine Querungshilfe vor. Mit rund sieben Metern sei die Abzweigung von der Bahnhofstraße zum ZOB für entgegenkommende Fahrzeuge dort auch breit genug. Auf dem Vorplatz an der Ostseite des neuen Gebäudes soll darüber hinaus eine Außenfläche für den vorgesehenen gastronomischen Betrieb zur Außenbestuhlung gebaut werden. Mit verschiedenen Bodenplatten soll den Ankommenden von dort aus der Weg in die Altstadt gewiesen werden. „Es wird auch ein intelligent aufgestelltes Beschilderungssystem geben müssen“, sagte er.

Kritik von Metzger

 Für den Autoverkehr soll auch nach Abschluss der Arbeiten am Gebäude vor dem Bahnhof ein Tempolimit von zehn km/h gelten, da dort auch die ohnehin schon enge Einfahrt in die Tiefgarage des Komplexes Platz finden muss. Im Süden des Geländes sollen dagegen nach derzeitigem Stand keine Stellplätze entstehen, wie Bürgermeister Paul Iacob (SPD) auf Nachfrage von SPD-Fraktionschef Lothar Schaffrath mitteilte.

Dr. Martin Metzger (BfF) kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Schilder und Striche auf der Straße alleine nicht ausreichen werden. „Vielleicht sollten wir uns an Großstädten orientieren, die da sehr kreativ sind“, schlug er vor.

Außerdem kritisierte er, dass anscheinend nur auf der Westseite des Gebäudes Stellplätze für Fahrräder vorgesehen sind. „Das halte ich für einen großen Fehler.“ „Alles, was nahe ist, ist für die Autofahrer und die Radfahrer rücken ganz ans Ende“, so Metzger weiter.

Historische Fließen

Bürgermeister Paul Iacob (SPD) erwiderte darauf hin, dass der für die Bahnhofstraße und den Bahnhof geltende Bebauungsplan W43 derzeit überarbeitet werde (der Kreisbote berichtete mehrfach).

 Im Zuge dessen soll die Situation vor Ort detailliert geregelt werden. Möglicherweise würden dabei auch Fahrradstellplätze im Süden und Osten des Bahnhofs herauskommen. „Es wäre jetzt aber noch zu früh, darüber zu reden“, betonte Iacob.

UBL-Stadtrat Magnus Peresson mahnte an, bei den Planungen behutsam vorzugehen: „Die Gestaltung des Platzes sollte man nicht allein der Firma Hubert Schmid überlassen“, so Peresson. "Das ist ein Stadtplatz."

Füssens Tourismuschef Stefan Fredlmeier informierte die anwesenden Stadträte außerdem darüber, dass im Eingangsbereich historische Fließen angebracht werden sollen. „Die halten wir dort für sehr gut.“ Ein Infoterminal soll Ankommenden bei der Orientierung helfen und auf Gastgeber und Veranstaltungen hinweisen. Aus Materialien des alten Bahnhofs sollen darüber hinaus Bänke hergestellt und aufgestellt werden. Eine Wand stehe noch zur freien Gestaltung zur Verfügung. Für den bereits erwähnten Vorplatz deutete Fredlmeier eine mögliche private Initiative an, die den Platz enorm aufwerten werde.

Außerdem sei es „ein touristischer Kracher“, dass sich in Füssen die drei großen Wanderrouten Via Claudia, Romantische Straße und Deutsche Alpenstraße treffen. Da es dafür bisher in der Stadt aber noch keinen ausgewiesenen Treffpunkt gebe, könnte am Bahnhofsvorplatz ein solcher Punkt fixiert werden. „Das könnten wir uns ganz gut vorstellen“, so der Tourismuschef. Diese Idee müsse aber noch mit der Stadtverwaltung diskutiert werden.

Matthias Matz

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