"Die Stadt mit Musik beleben"

Füssens Bürgermeister Paul Iacob (v.l.), Andreas Horber, Referatsleiter Laienmusik beim Bayerischen Musikrat und Karina Hager vom Kulturamt tauschen sich über Plätze aus, auf denen Musikgruppen bei den Europa-Tagen der Musik auftreten könnten. Foto: Knoll

Füssen – Füssen darf im kommenden Jahr die 30. Europa-Tage der Musik ausrichten. Grünes Licht gab dafür kürzlich der Kulturausschuss. Jetzt sind bereits die ersten Schritte zur Programmgestaltung getan, die am Donnerstag unter anderem Andreas Horber vom Bayerischen Musikrat vorstellte.

Die Veranstaltung wird in Füssen aus zwei Teilen bestehen. Um die Zentralveranstaltung vom 26. bis 28. Juni wird ein Bogen vom 12. Juni bis 5. Juli gespannt, in dem Musikgruppen ihre Auftritte, die den Europagedanken aufgreifen, auf die Plattform der Europa-Tage der Musik „als zusätzliche Werbemöglichkeit“ stellen können, so Andreas Horber, Referatsleiter Laienmusik beim Bayerischen Musikrat. Allerdings gebe es dafür keine finanziellen Zuschüsse. 

Die Planungen für das eigentliche Festwochenende laufen derzeit. Beim Galakonzert im Festspielhaus am 27. Juni stehe der Europagedanke im Vordergrund. So versuche das Füssener Kulturamt Musikgruppen aus den Füssener Partnerstädten dafür zu gewinnen. Außerdem sollen Europäer, die in Deutschland leben, dargestellt werden. Dazu soll der deutsch-französische Chor aus München auftreten. Ein Höhepunkt wird beim Konzert die Europahymne sein, die ein Sinfonieorchester zusammen mit einem Chor vortragen wird. 

Bayerischer Rundfunk zeichnet auf

Carl Orffs Carmina Burana seien kürzlich in der Musikakademie Marktoberdorf so gut bei Musikern und Publikum angekommen, dass sie auch in Füssen aufgeführt werden sollen. Die Musiker könnten dafür beispielsweise am Freitagabend oder Sonntagnachmittag auftreten, meinte Horber. Daneben sucht der Bayerische Musikrat nach einer Blasmusikkapelle, die bei der Live-Sendung „Bayern 1 Blasmusik“ mit Stephan Ametsbichler im Klosterhof Füssen auftreten wird. „In der Region Allgäu gibt es viele und große Blaskapellen“, so Horber. Deshalb wolle man eine aus der Region dafür gewinnen. Mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) und dem Allgäu-Schwäbischen-Musikbund (ASM) sei man dafür schon im Gespräch. Der BR wird zudem beim Tag der Laienmusik am Samstag „hochwertige Programmpunkte“ im Klosterhof aufzeichnen und zu einer Sendung verarbeiten. Genau wie das Galakonzert, soll es dann „zeitnah ausgestrahlt werden“, sagte Horber. 

Openair-Konzerte sind kostenlos

Neben diesen festen Programmpunkten könne sich aber jede Laienmusikgruppe für die Veranstaltung bewerben, die laut Füssens Bürgermeister Iacob (SPD) „die Stadt mit Musik beleben“ sollen. Deshalb werden die Openair-Konzerte auch kostenlos sein. Limitiert werde die Anzahl der Musikgruppen nur durch die Zahl der freien Hotelbetten und der Konzertorte. 

Finanziert wird das Ganze mit 30.000 Euro durch den Musikrat und die Stadt Füssen. 15.000 Euro hat der Kulturausschuss bisher dafür genehmigt. Weitere Ausgaben müssen zusätzlich abgesegnet werden. Da es bisher noch keine konkreten Pläne gebe, habe sich die Stadt auch noch nicht nach Fördermöglichkeiten umgesehen, sagte Iacob. Aber „jetzt sind wir soweit weitere Partner zu suchen“. 

In den vergangenen Jahren war das Finanzierungsspektrum sehr groß, so Horber. Aschaffenburg habe beispielsweise eine halbe Millionen Euro dafür ausgeben, Städte wie Bad Tölz zwischen 20.000 und 30.000 Euro. „Solche Ausreißer wird es bei uns sicher nicht geben“, meinte Iacob. Auch Horber sagte: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, ohne dass wir den Ausschuss größer behelligen müssten“. kk

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