Finanzminister wirbt für Leitkultur

Söders Plädoyer

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Klare Meinung: Wie gewohnt spricht Finanzminister Markus Söder im Festzelt deutliche Worte.

Schwangau – Als Schirmherr des 31. Bezirksmusikfestes und des 200. Geburtstages der Musikkapelle Schwangau ließ es sich Finanzminister Markus Söder nicht nehmen, persönlich die Glückwünsche der Staatsregierung zu übermitteln.

In einer Rede im Schwangauer Festzelt sprach er über die Finanzen, Brauchtum und das Thema Leitkultur. Außerdem dirigierte der Minister eine Musikkapellen.

Mit einer kleinen, wohl dem Wetter geschuldeten, Verspätung betrat der Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat unter Beifall das Schwangauer Festzelt neben dem Schwangauer Brauhaus. Schon beim Festabend hätte Dr. Markus Söder eigentlich anwesed sein sollen, war terminbedingt aber verhindert. Nun also übernahm der Schirmherr seine Verantwortung und besuchte, gemeinsam mit dem Wirtschaftsstaatssekretär und Präsidenten des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes ASM, Franz-Josef Pschierer (CSU) das Musikfest, zu dem das „Geburtstagskind“ Musikkapellen aus dem Ostallgäu und dem Außerfern sowie Oberbayern, dem Werdenfelser Land und aus dem Norden Deutschlands eingeladen hatte.

Er sei gerne hier, so Markus Söder, nicht nur, weil die Schlösser Ludwigs II eine Goldgrube für jeden bayerischen Finanzminister seien. Nicht zuletzt dieser Goldgrube, aber auch der vielen hart arbeitenden Menschen in Bayern, sei es zu verdanken, dass „wir in einer sensationellen Zeit leben“, so Söder. „Uns geht es gut“, unterstrich er, und deshalb gehe es auch Deutschland gut.

Söder spricht im Schwangauer Festzelt

Der Minister und der Freistaat Bayern, so Söder, „sind (als größter Zahler im Länderfinanzausgleich) die karitativste Einrichtung in Deutschland!“. Söder erinnerte daran, dass Bayern sofort 4,5 Milliarden Euro angesichts der Flüchtlingskrise zur Verfügung gestellt habe. Aber es müsse klar sein, „dass wir nicht die ganze Welt einladen können. Eine unbegrenzte Zuwanderung kann nicht die Zukunft sein“. Angesichts einiger Pläne, wie man sie in NRW habe, dürfe man die eigenen Bevölkerung nicht vergessen, mahnte Söder an. „Das ist die Herausforderung“.

An Werten festhalten

 Und kam damit auch auf die Werte und die leidige Diskussion über die Leitkultur zu sprechen. Es mache Sinn, an unseren Werten festzuhalten, denn: „Wir stehen zu Bayern. Bayern ist das schönste Land und es löst einfach a super Gefühl aus!“ Heimat, das sei das, was Bayern ausmache – Kultur, Brauchtum und Traditionen. Und die Zukunft liege in Bayern nicht nur in den Metropolen, sondern im ländlichen Raum. Die Blasmusik, so Söder in seinen Grußworten, gehöre zur bayerischen kulturellen Identität und präge das Lebens- und Heimatgefühl.

Man könne ihre Bedeutung daher nicht hoch genug einschätzen. Worte, die auch Staatssekretär Franz Josef Pschierer fand, um die Bedeutung der Musik zu unterstreichen. Der ASM vereine 40.000 aktive Musikanten in über 800 Vereinen. Dabei hätten Bezirksmusikfeste ein eigenes Flair und seien Aushängeschild der bayerischen Heimat. Und ohne ehrenamtliche Helfer und die Vereine würde das Gemeinwesen nicht funktionieren.

Zum Abschluss seines Besuches trug sich Söder noch in das Gästebuch der Gemeinde Schwangau ein und bekam aus den Händen von Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke nicht nur die viele 100 Seiten starke Chronik der Gemeinde, sondern auch einen besonderen Brand aus dem Schlossbrauhaus überreicht.

Oliver Sommer

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