Hiemer erhält Kunstpreis

Mit dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Schwaben Süd stellt sich auch Julia Hiemer, ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Stadt, im Museum in Füssen vor. Foto: Friedrich

Füssen – Drei sehenswerte Portionen mit aktueller Kunst bietet das Museum der Stadt Füssen noch bis Sonntag, 3. Mai, an. Zu Gast ist der Berufsverband bildender Künstler (BBK) Schwaben Süd. Dabei stellt Julia Hiemer aus. Der Holzbildhauerin wurde der „Förderpreis für junge Kunst 2015“ zuerkannt.

Mit Julia Hiemer freuten sich die Besucher im proppevollen Refektorium: an sie geht der „Förderpreis für Junge Kunst“, den die Stadt Füssen jetzt zum dritten Mal verliehen hat. „Die Auszeichnung wurde 2013 eingeführt. 2014 konnte sie allerdings nicht vergeben werden, weil der neue Wettbewerb diesmal leider zu wenige Teilnehmer hatte“, so Bürgermeister Paul Iacob. Das habe sich geändert. Hiemer, Jahrgang 1975, setzte sich mit ihren beiden Skulpturen in der Technik Holzbildhauerei – laut Jury – gegen starke Konkurrenz durch. 

Das städtische Kunstförderprojekt hat EWR Reutte unterstützt. Im Namen des Sponsors aus Tirol meinte Josef Konrad, dass sich die gesamte Ausstellung durch ein hohes „künstlerisches Niveau“ auszeichne. „Der Preis 2015 ist mit 1000 Euro dotiert“, erklärte Gerhard Menger in seiner Laudatio. 

Der BBK-Vorsitzende führte in die Schau ein und skizzierte Hiemers Lebenslauf. Die Preisträgerin ist in Füssen geboren und besuchte die staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer in Oberammergau. Anschließend studierte Hiemer Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst Wien, absolvierte ein Auslandsjahr an der Akademie der schönen Künste Venedig und machte – wieder zurück in Wien – ihren erfolgreichen Abschluss. Schon 2006 wurde ihre Einzelausstellung im ehemaligen Kloster von Kunstkennern und dem breiten Publikum positiv aufgenommen. 

Totes Holz wird lebendig 

Hiemer gelinge es „totem Holz“ mit der Kettensäge neues Leben als ganz erdverbundene menschliche Figuren einzuhauchen, begründete die Jury ihre Entscheidung bei der Preisvergabe. Anschließend erklärte Julia Hiemer im Gespräch mit dem Kreisboten: „Mein neues Atelier ist ein Bauernhof in Prem. Mit meiner Arbeit bleibe ich aber mit den Kunsthallen am Lech in Füssen verbunden.” „Endlich“ und „Zeitlos“ sind die Titel ihrer Skulpturen, die im großen Ausstellungsraum Refektorium das Publikum anziehen. 

Die Arbeiten der BBK- Mitglieder sind auf Kabinette verteilt. Zwei Räume gehören allein Karl-Heinz Klos aus Ottobeuren. Hier macht die Ausstellung, die bis Sonntag, 3. Mai, gezeigt wird, Begegnungen mit einer umstrittenen Kunstrichtung der Neuzeit möglich: dem Informel, neu interpretiert von Karl-Heinz Klos. cf

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