Bebauungsplan kommt

Der Füssener Stadtrat hat in seiner Sondersitzung die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich Uferstraße in Hopfen beschlossen. Ohne diesen Bebauungsplan, wie ihn das Landratsamt fordert, könne es keine baulichen Veränderungen mehr geben in diesem Bereich, so Bürgermeister Paul Iacob (SPD).

Der neue Bebauungsplan soll den Bereich der ersten Bauzeile entlang der Uferstraße in Hopfen ab Ortseingang aus Richtung Füssen bis einschließlich dem landwirtschaftlichen Anwesen am Abzweig Vilser Steige umfassen. Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht hatte dieses Anwesen zunächst ausgeklammert, auf Anregung wurde es dann jedoch dazu genommen. Notwendig wird dieser Bebauungsplan, so Iacob, da viele der Gebäude aus den 1960er und 70er Jahren stammten und nun vielfach Um- und Neubauten anstünden. „Die junge Generation baut aber nicht mehr so wie damals“, so der Bürgermeister. Veränderungen würde das Landratsamt aber nur genehmigen, wenn ein Bebauungsplan existiert, erklärte der Rathauschef. Man habe schon massive Bauvorhaben umgesetzt, aber um die Thematik, etwa die Höhenentwicklung in den Griff zu bekommen, müsse man nun Vorgaben machen. Auch will man eine qualitative Sicherung der Bebauung erreichen. Der Bebauungsplan wird in vier Abschnitte, beginnend im Westen, unterteilt, die Grünzäsur unterhalb des „Haus Hopfensee“ bleibt unangetastet. Auch soll sich der Plan nur auf die erste Reihe an der Uferstraße beschränken, um möglichst rasch und übersichtlich abgeschlossen zu werden. Den Bebauungsplan auf die zweite Reihe auszudehnen, könne nicht gelingen, so Fröchtenicht. Verwundert gab sich Ratsmitglied Günther Knauss (Bürgerblock). Man könne doch nicht einfach einen Bebauungsplan über ein bebautes Gebiet stülpen, vielmehr sollte nur das zwingend nötigste getan werden und die Planungen nicht noch vergrößern. Dabei erinnerte Iacob nochmals daran, dass es ohne Planungen keine Veränderungen mehr geben werde. Die geschätzten Kosten von 30000 Euro sind in den Haushaltsplanungen für 2010 bereits enthalten.

Meistgelesene Artikel

"Ein Segen für unser Land"

Füssen – Gegen persönlichen Egoismus und zunehmende Respektlosigkeit setzen die „Blaulichtorganisationen“ in Füssen und im Umland weiterhin ein …
"Ein Segen für unser Land"

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Arbeiten am Comeback

Füssen – Die Freien Demokraten von der FDP wollen im September zurück in den Bundestag. Der Kemptener Stephan Thomae als erfahrener Kandidat und der …
Arbeiten am Comeback

Kommentare