Nichts für Schwächlinge

Beim Feuerwehr-Oldtimertreffen in Seeg wird beim Wettziehen voller Körpereinsatz von den Teilnehmern verlangt. Foto: Lang

Seeg – Ganz im Zeichen von Sankt Florian stand Seeg am vergangenen Wochenende: Zum fünften Mal trafen Feuerwehr- und Traktoren-Oldtimer aus ganz Deutschland im Honigdorf ein, 290 waren zur großen Rundfahrt am Sonntag angemeldet, weit mehr standen auf der Wiese gegenüber dem Feuerwehrhaus.

Einen kleinen Strich hatte das Wetter noch am Samstag durch die Rechnung der Veranstalter gemacht. Seegs Feuerwehr-Vorstand Josef Kiderle und Organisator Andreas Birk zeigten allerdings Verständnis dafür, dass die meisten Oldtimerbesitzer wegen der Wetterlage erst am Sonntag angereist waren, war die Prognose dafür doch weitaus besser als für den Samstag. Pünktlich zum Auftakt des Oldtimerfestes am frühen Samstagabend riss der Himmel auf, so dass zahlreich Interessierte die Arbeit auf der Baustelle mit alten Maschinen – Seilbagger von 1955, Raupe und Sandkipper – bestaunen konnten. 

Spätestens zum großen Feuerwehroldtimer-Wettziehen hatten Zuschauer die Straße am Feuerwehrhaus komplett zugestellt. Neun Teams, davon zwei Damenteams aus Seeg, hatten sich angemeldet, den 8,5-Tonnen schweren Schlauchwagen der örtlichen Feuerwehr, der heute noch im Einsatz ist und von den Oldtimerfreunden gepflegt wird, 15 Meter weit zu ziehen. Jeweils fünf Männer und sieben Frauen bildeten ein Team. Startschuss und munter-freche Bonmots im Allgäuer Dialekt kamen von Nigg Klement, der sichtlich in seinem Element war. 

Wildsteig erfolgreich 

Die Zeit lief bereits beim Anlegen der Feuerwehrjacken und dem Helm, der unter dem Kinn geschlossen sein musste, sonst drohte Disqualifikation. Mit zwei Teams der Feuerwehr war das oberbayerische Wildsteig angetreten, das das Wettziehen offensichtlich nicht nur als reine Gaudi betrachteten. Strategische Absprachen schon im Vorfeld zahlten sich aus: Beide Teams gewannen deutlich vor den anderen. Spontan fand sich abschließend ein Zuschauerteam, dass sich außer Konkurrenz der Herausforderung stellte. Stärkung für alle gab es anschließend im Festzelt, in dem die Band „Wildwäxl“ aufspielte. 

Schon zum Frühschoppen und Oldtimerfrühstück ab 10 Uhr am Sonntagmorgen waren die Bänke im Freien vor dem Feuerwehrhaus wieder mit Zuschauern und den neu eingetroffenen Oldtimerbesitzern und ihren Familien besetzt. Gegen Mittag starteten die Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn zur Rundfahrt durch die Seeger Umgebung. Beeindruckend zog sich die rote „Schlange“ durch die traumhafte Hügellandschaft vor beeindruckender Bergkulisse. 

Ein Kompliment, nicht nur an die Organisatoren der Seeger Feuerwehr, auch an die vielen Helfer und Helferinnen, die hinter den Kulissen für kulinarische Genüsse (2500 Essen) sorgten, massenhaft Kuchen gebacken haben und immer zur Stelle waren, wo immer sie gebraucht wurden: Ein gelungenes und professionelles Wochenende im Zeichen der roten Oldtimer haben sie für ganze Familien auf die Beine gestellt.jl

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