Bürgermeister Oberer informiert Gemeinderat über mögliche Ansiedlung

Kommt ein "City-Outlet"?

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In einem ausführlichen Bericht informiert Bürgermeister Luis Oberer den Reuttener Gemeinderat über die Möglichkeiten für ein „City-Outlet“.

Reutte – Gerüchteweise hört man schon seit einiger Zeit von einer Zukunftsvision im Außerferner Hauptort. Die Marktgemeinde würde sich für ein „City-Outlet“ mit einem Einzugsgebiet weit über die Grenzen hinaus und den möglichen Flächen im Markt anbieten, munkelt man.

Vorgespräche in dieser Richtung mit einem Fachmann von einem funktionierenden Beispiel in Nordrhein-Westfalen laufen tatsächlich, wie vergangene Woche im Gemeinderat deutlich wurde.

In seinem Urlaub machte sich Reuttes Bürgermeister Luis Oberer selbst ein Bild von den Begebenheiten im nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel und berichtete dem Gemeinderat jetzt ausführlich über seine Erfahrungen. Sehr dezent sei man dort im riesigen Ballungsraum von Köln-Bonn an die Realisierung gegangen, teilte er mit. 

Im mittelalterlich geprägten Ort – im Kern auch mit Reutte zu vergleichen – haben sich in den freien Flächen Markenartikler angesiedelt, um verstreut über die ganze Stadt Angebote aus allen Bereichen zu legen, ohne die ansässigen Geschäfte zu tangieren. 

Im Gegenteil: Durch die wachsende Frequenz sei auch ein Vorteil für die bereits vorhandenen Geschäfte zu realisieren gewesen, so Oberer. An die 40 Markengeschäfte, gekennzeichnet lediglich durch eine Markise über dem Lokal, hätten dem Ort Aufschwung gebracht, ist sich der Bürgermeister sicher. 

Er könne sich für Reutte durchaus ein ähnliches Modell vorstellen. Die notwendigen Geschäftsflächen in der Größenordnung von rund 5000 Quadratmetern stehen laut Oberer in der Marktgemeinde zu Verfügung. Seriöse Leute mit dem nötigen Feingefühl könnten sich also im Außerferner Hauptort bald mit einem Prozess in diese Richtung auseinandersetzen. 

Die brauche es auf jeden Fall, um in der Bevölkerung und bei der Geschäftswelt vorhandene Ressentiments stichhaltig auszuräumen, meinte das Gemeindeoberhaupt. Existenzängste eingesessener Einzelgeschäfte seien aber unbegründet. Bereits im Ort gehandelte Markenprodukte würden nicht ins Portfolio des „City-Outlet“ aufgenommen, präzisierte mit visionärem Blick der Bürgermeister. 

Das Beispiel in Westfalen zeige, dass ein Miteinander von Einzelgeschäften und Outlet-Betreibern durchaus funktionieren und Vorteile für alle bringen könne, zeigt sich Oberer überzeugt. Ein Investor, der in Bausch und Bogen Gebäude erwirbt oder Flächen anmietet, könne gefunden werden um unter „einer Hand“ den Outlet-Betrieb anzuschieben. Er sehe hier eine große Entwicklungschance für die Marktgemeinde Reutte.

niko

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