Gemeinde Schwangau verleiht wieder die "Wandernadel"

Die Landschaft als Event

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Die Kinder der GS Schwangau freuen sich mit Bürgermeister Stefan Rinke (links) über die „Wandernadel“.

Schwangau – Mit der Neuauflage der „Wandernadel“ trifft Schwangau Tourismus offenbar den Puls der Zeit: In den ersten sechs Wochen zeichnete die Einrichtung nach eigenen Angaben bereits über 170 Kinder und 130 Erwachsene aus. Die Ehrung soll insbesondere für Familien ein Anreiz sein, unsere Natur und Heimat zu erkunden.

„Wandern liegt klar im Trend“, ist Schwangaus Tourismus Direktorin Petra Köpf überzeugt. Gleichzeitig suchten aber gerade Kinder spielerische Herausforderungen in der Freizeit. Eine Belohnung für die Anstrengung gehöre natürlich dazu. „Eine Kombination aus beidem ist der Schwangauer Wanderpass“, erklärt Köpf die Idee ihres Teams. Die Initiative passe gut zum sanften Tourismus, den Schwangau anstrebe.

Gepflegte Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen sollen bei den Besuchern Lust wecken, sich auf Schusters Rappen fortzubewegen. Die Routen im Dorf der Königsschlösser sind abwechslungsreich: Von den Ufern des Alpsee und Schwansee steigt das Gemeindegebiet hinauf bis über 2000 Meter auf die Gipfel von Säuling und Hochplatte im Ammergebirge. Schwangau ist für Köpf ein echter Mikrokosmos. „Bei uns ist die Landschaft das Mega-Event“, stellt sie klar.

Echtes Naturerleben und keine künstlichen Attraktionen sollen deshalb bei den Gästen aus Nah und Fern für den gewünschten Kick sorgen. Schließlich haben sich schon Römer, Ritter und Könige hier in Schwangau niedergelassen. Für die Tourismuschefin ein Beweis für die Einzigartigkeit und Schönheit der Region.

„Wir wollten ein Wanderprojekt machen, hinter dem wir persönlich stehen“, ist Steffi Müller und Hannes Bruckdorfer wichtig. Das Team von Schwangau Tourismus legt Wert darauf, dass die Aktion Einheimische und Gäste gleichermaßen anspricht. „Wir haben fast alles selbst gemacht und gestaltet“, freuen sich die beiden.

Nostalgie statt Action

Zunächst werden noch die Wandernadeln aus früheren Jahren verwendet. Auch das gehöre zur Nachhaltigkeit. Der Retro-Charme komme bei den Teilnehmern gut an. „Klar ist der Wanderpass keine neue Erfindung, doch es gehörte schon ein bisschen Mut dazu auf Nostalgie statt Action zu setzen“, resümiert Bürgermeister Stefan Rinke, der ein Fan des Schwangauer Wanderordens ist.

Für ihn zeichnete sich der Erfolg bereits bei der Premiere am Wandertag der Grundschule Füssen-Schwangau ab. Der Schwangauer Wanderpass ist kostenfrei in der Tourist Information Schwangau, im Walderlebniszentrum Ziegelwies, an der Tegelbergbahn-Talstation oder als Download auf www.schwangau.de erhältlich.

Als Beweis für die Zielerreichung können Anwärter jede der insgesamt 16 Routen mit einer Stanzzange, die sich in einem Holzkästchen befindet, bestätigen. Bei Vorlage des ausgefüllten und gestanzten Wanderpass wird in der Tourist Information Schwangau die Wandernadel in Bronze (drei Touren), Silber (sechs Touren) oder Gold (neun Touren) verliehen. Die jungen Schwangauer Wanderfreunde bekommen zusätzlich eine Urkunde als Erinnerung ausgehändigt.

kb

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