Im vergangenen Jahr besuchten fast 45.000 Besucher die Füssener Museen

Großes Interesse an Museen

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Das städtische Museum im ehemaligen Kloster St. Mang erfreut sich konstant über über 15.000 Besucher im Jahr.

Füssen – Über konstant hohe Besucherzahlen in den vergangenen Jahren – durchschnittlich über 100 am Tag – dürfen sich die städtischen Museen freuen. Das sei eigentlich untypisch für Museen dieser Größenordnung, erklärte unlängst der designierte Füssener Museumsleiter Dr. Anton Englert den Stadträten im Kulturausschuss.

Normalerweise würden die Besucherzahlen in den Jahren nach einer Neueröffnung wieder einbrechen. In Füssen haben sich die Besucherzahlen dagegen seit dem Rekordjahr 2010 mit über 70.000 Besuchern auf einem relativ konstanten Niveau eingependelt. Englert zufolge besuchten im vergangenen Jahr insgesamt 43.477 Besucher das Museum der Stadt und die Galerien auf dem Hohen Schloss. Dabei besuchten 16.346 Menschen das Museum und 27.131 die Galerien.

In den Jahren zuvor bot sich ein ziemlich ähnliches Bild, sowohl was die Anzahl der Gesamtbesucher als auch die Verteilung auf die beiden Einrichtungen betrifft. „Das Hohe Schloss ist einfach das städtische Wahrzeichen“, erklärte Englert, warum jedes Jahr mehr Menschen die Galerien besuchen als das städtische Museum im Kloster St. Mang.

Besserer Überblick

Auf etwa gleichem Niveau verharrt auch die Zahl derjenigen Besucher, die mit der Königscard die beiden Einrichtungen besuchen. Lag der Anteil der Königscard-Besucher 2011 noch bei gut zehn Prozent, so stieg in der Folgejahren auf 14 bis 16 Prozent an.

Im vergangenen Jahr waren 15,3 Prozent. Allerdings, so Englert im Kulturausschuss, sei im Museum der Anteil der Königscard-Besucher höher als im Hohen Schloss. Das lege den Schluss nahe, dass das Schloss häufiger spontan besucht werde. Um nun einen besseren Überblick über die Besucherströme zu bekommen, soll ab diesem Jahr erfasst werden, wie viele Einheimische und wie viele Touristen die beiden Einrichtungen besuchen, kündigte Englert darüber hinaus gegenüber den Stadträten an.

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit den heimischen Schulen weiter vertieft werden. So soll in diesem Jahr mit der Grundschule Roßhaupten eine „Führung auf Herkomers Spuren“ veranstaltet werden, während für die 11. und 12. Klassen des Gymnasiums Füssen ein Besuch der Ruinelli-Ausstellung im Rahmen des Kunstunterrichts geplant sei. In den historischen Instrumentenbau sollen dagegen die 3. und 4. Klassen der Grundschule Füssen-Schwangau eingeführt werden.

Vier Sonderausstellungen

 Neben den Dauerausstellungen werden heuer auch vier Sonderausstellungen im städtischen Museum angeboten. Neben der Präsentation „Ruinelli Architetti – Neues Bauen im Bergell“ im Januar und Februar (der Kreisbote berichtete) sind das die derzeit laufende Ausstellung „BBK – Aktuelle Kunst im Museum“ (noch bis 16. Mai) sowie die Kunstausstellung von Hannah Schneider (17. Juni bis 14. August) und die Präsentation „Gut gebrüllt – Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen“, die voraussichtlich Mitte September in die Lechstadt kommen wird.

Matthias Matz

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