Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren: Wirtschaftsplan steht

Sanierungsmaßnahmen greifen

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Vor allem das Füssener Krankenhaus profitiert von der verbesserten Situation des Klinikverbundes. So soll im Jahr 2016 im Zuge einer großen Sanierung auch ein Bettenhaus neu gebaut werden.

Landkreis/Füssen – Der Klinikenverbund Ostallgäu-Kaufbeuren (KU) kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. So verkündete Vorstand Dr. Philipp Ostwald auf der jüngste Sitzung des Kliniken-Verwaltungsrates gestiegene Patientenzahlen.

Auch das Vertrauen der Bevölkerung ins Unternehmen sei weiter gestärkt worden. Darüber hinaus wurde der Wirtschaftsplan für 2015 verabschiedet. Dieser geht von einem prognostizierten Defizit von rund 6,9 Millionen Euro aus. Ostwald legte dem Gremium nach Angaben des Klinikums detailliert dar, dass eine Vielzahl der Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden konnten: Das Klinikum Kaufbeuren wurde fertig gestellt und eingeweiht, das Haus Obergünzburg in die wohl bestmögliche Nachnutzung überführt. 

Das Krankenhaus Marktoberdorf wurde erneut europaweit ausgeschrieben und man arbeite mit Hochdruck daran, ernsthafte Interessenten zu finden. Intern seien viele Prozesse verbessert worden, so Ostwald. Durch eine Verbesserung des Controllings bestehe jetzt mehr wirtschaftliche Transparenz und mache gezielte Maßnahmen möglich. So seien daraufhin schon neue Verträge mit verschiedensten externen Anbietern abgeschlossen und so nachhaltig die wirtschaftliche Situation des Unternehmens in dauerhaft gute Bahnen gelenkt worden. 

Füssen kann sich freuen 

„Aber auch medizinische Neuerungen, Anpassungen und Verbesserungen in 2014 tragen neben noch besserer Patientenversorgung letztlich zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Kliniken bei“, ergänzte Ostwald. So habe sich das Klinikum Kaufbeuren erstmals als Endoprothetikzentrum zertifizieren können. Ein neu eingeführtes „Triage-System“ entzerre und verbessere die Versorgung im Kaufbeurer Notfallzentrum. Das Brustzentrum Allgäu habe die Re-Zertifizierung geschafft wie auch die Geriatrische Rehabilitation in Füssen. Das kleinste EKG-Gerät der Welt sei erstmals in Kaufbeuren implantiert worden. Die Klinik Füssen sei Teil des NEVAS-Schlaganfall-Versorgungsnetzwerks geworden, die Bereitschaftspraxis Geniall habe in der Klinik St. Josef angesiedelt werden können, und für die Kinderklinik in Kaufbeuren habe man mit PD Dr. Markus Rauchenzauner einen exzellenten Chefarzt gewinnen können. 

Vor allem jedoch habe der Brand in Füssen Ende Oktober auf „eindrucksvolle Weise die hervorragende Zusammenarbeit im Verbund unter Beweis gestellt“, so Ostwald. So sei in kürzester Zeit eine Station für Füssener Patienten mit Füssener Personal im Klinikum Kaufbeuren eingerichtet worden, um dort die Füssener Patienten behandeln zu können. Seinerzeit war es zu einem Kabel-Schmorbrand gekommen, der die OP-Säle durch die massive Rauch- und Rußentwicklung schwer beschädigte (der Kreisbote berichtete). 

Da sich die Sanierungsarbeiten aufgrund des Brandes länger gestalten als bislang angenommen, werden laut Ostwald noch vor Weihnachten zwei OP-Säle in der Klinik Füssen in Modulbauweise aufgestellt, sodass der normale OP-Betrieb voraussichtlich bereits ab Mitte Januar 2015 wieder aufgenommen werden kann. Die Container sollen an der Ostseite des Klinikums aufgebaut werden, hieß es dazu unlängst im Bauausschuss der Stadt Füssen. 

Neues Bettenhaus 

Wie bereits berichtet, soll zudem im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen an der Klinik Füssen ein Interimsbettenhaus errichtet werden, um Kapazitätsengpässe während der Bauphase zu vermeiden. „Ich freue mich sehr für die Füssener Bevölkerung, dass die dringend nötigen Baumaßnahmen beginnen können. Wir gehen von einer Inbetriebnahme noch Ende 2015 aus“, so die Verwaltungsratsvorsitzende und Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU). Demnach könne in 2016 die geplante große Sanierungsmaßnahme mit dem Neubau eines Bettenhauses am Füssener Krankenhaus in vollem Umfang vorgenommen werden.

kb/kl/mm

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