Bewegung bis ins hohe Alter

„Bewegung bis ins hohe Alter“ heißt das Motto des Seniorensports. Ein Senior ist auch der SV Lechbruck, für seine 100 Jahre aber auch noch sehr in Bewegung. Dazu sind in den vergangenen Jahrzehnten noch zahlreiche Ableger entstanden. Am Wochenende feierten die Lechbrucker ihren Sportverein, der am 6. März 1910 gegründet worden war.

„Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei“: das war seinerzeit die Maxime von Turnvater Jahn. Das hatten sich die Lechbrucker Turner auch auf die Fahne, besser vielleicht ins Wappen, geschrieben, als sie vor 100 Jahren zusammenkamen und unter dem Vorsitz des hiesigen Bürgermeisters Norbert Fichtl, den TV gründeten. So jedenfalls ist es nachzulesen in der kleinen Chronik, die die Mitglieder des SV Lechbruck anlässlich ihres Jubiläums herausgebracht haben. Darin kann man die vielfältigen Aktivitäten des Vereins nachlesen, schrieben doch seine Mitglieder in den vergangenen 100 Jahren mehrfach Schlagzeilen als Bergsteiger, Rallye- oder Skifahrer, Segler, Radler, Tennisspieler oder Leichtathleten. Dabei war der Sportverein, der 1981 aus dem TSV hervorgegangen war, gar nicht mal so groß. Nur rund 140 Mitglieder zählte der Verein, bis sich Dietmar Hollmann hartnäckig für den Bau der neuen Schule und damit auch der neuen Turnhalle eingesetzt hatte. Sprunghaft stieg die Mitgliederzahl danach an, heute zählt der Jubilar mehr als 600 Mitglieder. Bis 2003 musste man tatsächlich die Lechhalle nutzen, in der Gründerzeit fand etwa ein Turnerfest 1922 mit 200 Teilnehmern unter freiem Himmel statt. Doch auch in den folgenden 90 Jahren hatten die Mitglieder für Schlagzeilen gesorgt, wie man auch in der Ausstellung, die die SV-ler zum Festwochenende zusammengetragen hatten, nachlesen und mitverfolgen kann. Bei den Glückwünschen, die von den Vereinen aus den Nachbarorten kamen, darunter Roßhaupten oder Prem, erinnerten die Bernbeurer an die gemeinsame Spielzeit. Denn bis 2003 spielten die Senioren über elf Jahre hinweg gemeinsam Fußball. Im Gottesdienst, zu dem auch der Vizepräsident des bayerischen Turnverbandes, Manfred Odenthal gekommen war, erinnerte Pfarrer Hans Ulrich Schneider daran, dass die sportliche Betätigung wichtig für Körper und Geist sei, während Bürgermeister Helmut Angl auch auf die Historie des Vereins einging. Das Festwochenende ausklingen ließen die Sportler dann mit dem Saisonauftakt der Fußballer: Es spielte Lechbruck gegen Stötten.

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