Künstler und Unternehmer laden zur "Parkour" in den "Magnuspark"

Neu entdeckte Hanfwerke

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Eva-Maria Weichmann mit einem Besucher in ihrer Drechslerwerkstatt. Die Künstlerin ist eine von vielen jungen Unternehmern und Kulturschaffenden, die sich in den ehemaligen Hanfwerken angesiedelt haben.

25 Betriebe und Werkstätten wollten mit ihrem gemeinsamen Slogan „Hanfwerke neu entdecken“ am Wochenende interessierte Besucher anlocken. Es ist ihnen gelungen. „Parkour 01“ wie die zweitägige Aktion bezeichnet war, schrieb ein neues Kapitel in der langen und aufregenden Geschichte des Geländes am Lech. 

In der Nachfolge der alten Fabrik, die einst der größte Arbeitgeber in der Region war, hat hier eine Mischung aus Kunst, Handwerk, innovativer Technik und Dienstleistungen ihre feste Verankerung gefunden. Den vor fünf Jahren begonnenen Beginn einer Ära durch Anmietung von passenden Räumen durch Selbstständige und Freiberufler soll jetzt auch eine umstrittene Umbenennung signalisieren: aus den Hanfwerken wurde der „Magnuspark“. 

Den Anstoß für die Veranstaltung „Parkour“, die auf zwei Tage konzipiert war, hatte Claudia Krämer vom Schneideratelier gegeben. Es wurden Ideen gesammelt, verworfen und umgesetzt. Es sollte keine Messe werden. „Die Besucher sehen, wie und woran wir hier arbeiten“, erklärt Krämer. „Das wurde gut angenommen“, ergänzt Oliver Blaum aus dem Organisationsteam. Er führt hier ein Designerbüro. 

Für die Pausen zwischen den 25 Stationen waren Bierbänke aufgestellt. Hier drehten sich Gespräche auch über die Geschichte des einst größten regionalen Arbeitgebers in der Region, ausgelöst durch „laufende Bilder“ mit Kommentierung. In der Mühlbachgasse 8 wurde eine schwarzweiße Filmdokumentation über die Hanfwerke gezeigt. Dieser kurze Blick zurück fand ein aufmerksames Publikum. Doch im Zentrum bei „Parkour“, das im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden könnte, stand die aktuelle Mieterszene. Florian Settele von der Firma „Noventec“, der am Eingang zum „Park“ auf die Flyer mit einem Wegweiser über den „Parkours“ hinweist, wartete weder hier noch in der eigenen Firma vergeblich aufs Publikum. 

„Es gibt Interesse für unsere innovativen Energiesysteme“ sagt er. Einige für neue Technologien aufgeschlossene Besucher waren mit Fragen auf ihn zugekommen. Eva-Maria Weichmann und Julia Hiemer wiederum standen neugierigen Gästen Rede und Antwort, die mehr über Drechseln und den künstlerisch-kreativen Umgang mit dem Holz wissen wollten. Mit diesem natürlichen Werkstoff baut der jüngste Mieter hier – „Michis Möbelwerk“ – Betten und Regale.

cf

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