Bürger gegen Alpen-Achterbahn

Die gelbe Linie im Flyer skizziert die geplante „Alpine-Coaster-Trasse“, im Hintergrund der Buchenberg. Foto: gau

„Das schaut ja furchtbar aus“. So oder so ähnlich lauteten einige Reaktionen von Buchinger Bürgern auf den geplanten „Alpine Coaster“, eine Art Achterbahn, die die Tegelbergbahngesellschaft am Buchenberg baeun möchte. Noch am vergangenen Freitag hat deswegen die Interessengemeinschaft Buchenberg mit einer Informations- und Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben begonnen.

„Alpine Coaster“, das besagt der Name schon, ist eine Achterbahn für die Berge. In den Wagen mit Bremse und sogar Beleuchtung geht es mit bis zu 40 km/h durch Kurven und liegende Loopings zu Tal – ganzjährig. Ein solcher Alpine Coaster – die nächsten gibt es in Bad Tölz und Immenstadt – soll, geht es nach dem Willen von Franz Bucher, Geschäftsführer der Tegelbergbahn, auch am Buchinger Hausberg entstehen. Doch gegen dieses Projekt macht die „Interessengemeinschaft Buchenberg“ mobil, die sich für den Erhalt der Heimat und gegen jedwede Trasse am Buchenberg stark macht. Nach der Eigentümerversammlung am vergangenen Donnerstag begann die IG mit der Verteilung eines Flyers, der über die mögliche Trasse und das Aussehen eines Coasters informiert, zeitgleich wurde eine Unterschriftenaktion in Buching gestartet. Dabei argumentiert die IG vor allem mit der, noch schönen, Landschaft in Buching, dem Tor zur Natur. Mit dem wirbt die Gemeinde Halblech, zu der Buching gehört, in ihrer Imagebroschüre. Eben jene Natur, vor allem aber ihre Heimat sehen die Buchinger gefährdet, befürchten auch, dass es bei bis zu 1600 Fahrten pro Tag vorbei wäre mit der Ruhe im Ort, denn die Bahn soll, anders als in Immenstadt etwa, mitten im Ort zwischen Hotel Bannwaldsee und dem Lift enden. Aktuell habe man eine saisonale Beunruhigung, so der Sprecher der IG, vor allem in den Sommermonaten sowie in der Skisaison. Die Alpenachterbahn aber soll ganzjährig und eben bis in die Nacht hinein fahren. Und jeder, der schon einmal neben einer Achterbahn gestanden hat, kennt den Geräuschpegel der Fahrgäste. Grund nicht zu verkaufen Neben der eigentlichen Bahn muss aber auch die Infrastruktur erweitert werden. So braucht es für die Wagen einen neuen Schlepplift sowie ein Depot und einen neuen, größeren Parkplatz. Davon ist allerdings bei den ersten Aussagen durch die Tegelbergbahn, sie hatte im Vorfeld angekündigt, die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit zu informieren, noch nicht die Rede. Nur die Grundstückseigner, neben der Gemeinde und der Waldkörperschaft vor allem viele Privatleute hatte der Liftbetreiber eingeladen. Doch von deren Seite gab es erste Signale, keinen Grund verkaufen oder verpachten zu wollen.

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