Bürgerbegehren läuft an

Supermarkt oder Seniorenwohnungen auf der Wiese in der Meilinger Straße? Gegner des geplanten Feneberg-Umzuges haben jetzt ein Bürgerbegehren gestartet, um das Projekt zu stoppen. Foto: Schuster

Der Bebauungsplan, der den Bau eines Fenebergmarktes in der Meiligerstraße regelt, ist durch – aber das letzte Wort ist vielleicht doch noch nicht gesprochen. Denn eine Interessengemeinschaft hat nun ein Bürgerbegehren gestartet, um den Umzug des Supermarktes von der Allgäuer in die Meilinger Straße zu verhindern. Die Gruppe will erreichen, dass auf dem Gelände wie ursprünglich vorgesehen Wohnraum für Senioren entsteht.

Derzeit liegen Listen in Pfrontener Geschäften und im Curanum-Seniorenheim aus. Darin kann sich eintragen, wer die Interessengemeinschaft in ihrem Streben unterstützt, den Feneberg-Umzug zu verhindern. 620 Unterschriften muss die Gruppe sammeln, um durch das Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid zu erwirken. Geht es nach der Gruppe, sollen bald die Bürger in der Wahlkabine entscheiden, ob der Bebauungsplan gültig bleibt oder nicht. Ihnen gegenüber steht eine Mehrheit im Gemeinderat und auch Bürgermeister Josef Zeislmeier (SPD). Der hatte während des Bebauungsplanverfahrens wiederholt daran erinnert, dass sich geplante Seniorenwohnungen an dem Standort nicht verkauft hätten. Deswegen sei das Gelände lange Jahre brach gelegen und die Nutzung durch den Supermarkt daher zu begrüßen. Das sehen die Gegner des Bauprojekts anders. Der Bedarf an Wohnraum für Senioren werde bald ansteigen, erklärte Daniel Gebler, Leiter des benachbarten Curanum-Seniorenheims, am Dienstag. Er unterstützt das Bürgerbegehren. Würden weitere Seniorenwohnungen in der Meilinger Straße entstehen, ließen sich Synergieeffekte nutzen. Zudem sei der Supermarkt für die Senioren unnütz. Von 64 Heimbewohnern seien vielleicht fünf bis zehn rüstig genug, um einkaufen zu gehen, der Rest seien Pflegefälle. Viele Unterschriften Nach dem Willen der Interessengemeinschaft soll etwa die Wiese neben dem nahen Ritterspielplatz zu einer Art Park ausgebaut werden. „Hier könnte man Jung und Alt zusammenbringen“, erklärte Reinhard Claves, von Beginn an Kritiker des Feneberg-Projekts. Claves und seinen Mitstreitern schwebt ein regelrechter Tourismuszweig vor. Wer seinen Lebensabend in schönem Umfeld verbringen möchte könnte dafür ja nach Pfronten kommen. Das Modell ist freilich Zukunftsmusik, Unterstützer haben sich indes bereits viele gefunden. Über 800 Unterschriften hat die Gruppe bereits gesammelt, rund 1200 sind laut Claves das Ziel. Bis nach München trägt die Gruppe ihr Anliegen. Im Oktober, die Zusage haben sie, dürfen sie vor dem Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages sprechen.

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