Bürgerversammlung in Schwangau

Schwangaus Schulden sinken

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Großen Dank spricht Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke den Bürgern für ihren ehrenamtlichen Einsatz für das Dorf der Königsschlösser aus.

Schwangau – Friedlich und harmonisch ist es jetzt bei der Schwangauer Bürgerversammlung im Schlossbrauhaus zugegangen. Niemand unter den rund 200 Besuchern hatte etwas Gravierendes zu beanstanden. Zuvor hatte der Schwangauer Rathauschef Stefan Rinke den Bürgern einiges Positives vorgetragen.

Ausführlich ging Rinke auf die wirtschaftliche Situation in Schwangau ein. So erklärte er, dass die Steuereinnahmen der Gemeinde der Königsschlösser in den vergangenen drei Jahren gestiegen seien Die Gewerbesteuer 2015 sei allein um fast eine halbe Million Euro höher ausgefallen als 2014. Insgesamt seien die Steuereinnahmen dabei „sogar um ungefähr 800 000 Euro höher als geplant“ gewesen, so der Rathauschef.

Darüber hinaus gingen die Schulden seit drei, vier Jahren „konsequent nach unten“, wobei sich die prognostizierten Gesamtschulden für das Jahr 2016 auf rund 5, 7 Millionen Euro beliefen. Auf einem stabilen, hohen Niveau halte sich seit 2012 der Tourismus in der Gemeinde Schwangau, betonte Rinke.

Hohes Niveau

Das gelte sowohl in Bezug auf die absolute Gästezahl als auch bei den Übernachtungen, die 2015 etwa 220.000 beziehungsweise ungefähr 770.000 betrugen. Dabei seien um die 40 Prozent der Gäste aus dem Ausland gekommen, während es bei den Übernachtungen nur rund 22 Prozent gewesen seien. Für heuer rechne der Schwangauer Rathauschef denn auch mit einem Plus in puncto Zahl der Gäste sowie Übernachtungen.

Bei den Projekten, die die Gemeinde Schwangau 2015 beziehungsweise 2016 angefangen habe, zählte der Bürgermeister die Sanierung der Pöllatschlucht, die Planung für einen Neubau des Feuerwehrhauses und die Modernisierung der Sportanlage der Grundschule.

Konstruktives Arbeiten 

Daneben soll die Landschaftspflege und die touristische Infrastruktur, die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung, die Instandhaltung und den Ausbau von Straßen und Wegen sowie den Ausbau des Breitbandnetzes angegangen werden. Außerdem erklärte Rinke, dass man „im Gemeinderat sachlich und konstruktiv“ arbeite.

Gegen Ende seiner Ausführungen sprach der Schwangauer Rathauschef seinen Dank aus „an alle Bürgerinnen und Bürger für ihren ehrenamtlichen Einsatz für unser Dorf“. Nicht zuletzt dadurch sei Schwangau „weltoffen, gastfreundlich und bunt“. Doch nicht nur der Schwangauer Bürgermeister verteilte Dank. Auch Martin Helmer, der Vorsitzende des örtlichen Tourismusvereins, lobte Rinke nach dessen Rechenschaftsbericht für seine „professionelle Arbeit“. Eine Anregung hatte anschließend der Erste Vorsitzende des TSV Schwangau, Hermann-Otto Velle. Er merkte an, dass die Gemeinde einige Wanderwege reparieren lassen sollte.

lex

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