Bürgerstiftung auf dem Weg

In Pfronten könnte bald eine Bürgerstiftung entstehen. Die Anregung dazu lieferte jetzt offiziell der Gemeinderat. Im Großen und Ganzen eine gute Idee, waren sich die Räte einig, nur an welchen Themen sie sich ausrichten soll, darüber waren sie sich uneins.

Im Rahmen einer Gründungsversammlung sollen sich Bürger finden, die bereit sind, in eine solche Stiftung einzubezahlen. Die wählen im Rahmen dieser Veranstaltung einen Stiftungsrat als Führungsgremium sowie einen Stiftungsvorstand. Breit gefächert? Ab einem Kapital von 50000 bis 100000 Euro lohne es sich, erklärte Hauptamtsleiter Richard Nöß. Von der Rendite, den das Stiftungskapital einbringt, sollen dann die Pfrontener profitieren. Die Themen, denen sich die Bürgerstiftung annimmt, so Bürgermeister Josef Zeislmeier (SPD), sollen breit gefächert sein. Jugend und Senioren gehören ebenso dazu, wie etwa Sport, Umwelt- oder Denkmalschutz. Diese Ansicht teilten nicht alle Gemeinderäte. „Der Stifter sollte sich wiederfinden“, erklärte etwas Gemeinderat Dr. Otto Randel, Fraktionsvorsitzender der Pfrontener Liste. Daher sollte man das Themengebiet einschränken. Wer stiftet, um sich für Senioren einzusetzen, interessiere sich vielleicht gar nicht für Naturschutz, so der Tenor unter den Räten, die teils sogar vorschlugen, mehrere Stiftungen für mehrere Zwecke zu gründen. „Den Zweck legen die Stifter fest, nicht der Gemeinderat“, erinnerte jedoch Richard Nöß die Gemeinderäte. Die Idee der Bürgerstiftung gehe auf den Vorschlag von Pfrontens drittem Bürgermeister, Manfred Seebold zurück, stellte Zeislmeier klar. Zwar hatte auch der Arbeitskreis Bebauungsplan 35 eine Bürgerstiftung – mit Schwerpunkt Senioren – angeregt, dass die Stiftungsgründung nun auf der Tagesordnung des Gemeinderats landete, habe mit deren Aktivitäten aber nichts zu tun, betonte der Rathauschef. Arbeitskreis dafür Dennoch befürwortete der Sprecher des Arbeitskreises, der das ehemalige TSV-Gelände in der Meilinger Straße lieber für Senioren gerechtes Wohnen als einen Feneberg-Markt nutzen will, Reinhard Claves, dass es nun wohl zu einer Bürgerstiftung kommt. Er erklärte in einem Schreiben dazu: „Auch im Hinblick auf unser 4-Säulen-Seniorenmodell sollte die Gemeinde zuerst die Bürger und beteiligten Organisationen, Verbände und Netzwerke an einem runden Tusch rufen.“ Der Stiftungsgedanke solle gleich in mehreren Bürgerversammlungen erläutert werden.

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