Kulturinitiative "Huanza" stellt ihr diesjähriges Programm vor

Mehr als nur Theater

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Das Team der Reuttener Kulturinitiative „Huanza“ hat sich für die 26. Außerferner Kulturzeit etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Das Programm startet am 6. September.

Reutte – „im Jahre 26 liegt der Fokus auf Theater, aber nicht ausschließlich. Es wird in dieser Kulturzeit für all unsere Kulturinteressierten ein vielfältiges Programm geboten“ erklärte Obfrau Veronika Kunz-Radolf bei der Vorstellung des heurigen Programms der traditionellen Kulturinitiative „Huanza“.

Neben den verschiedensten Theateraufführungen spannt sich der Bogen von Kinderworkshop bis zum Auftritt der Brassband „Lentia“. Ein Highlight im Theaterreigen dürfte die Tragikomödie „Die Da“ von Christiane Reiff sein. Das diesjährige Motto sieht auch Reuttes Bürgermeister Luis Oberer positiv: „Der Huanza präsentiert Theater auf den unterschiedlichsten Bühnen und an interessanten Schauplätzen, wie zum Beispiel im Wirtshaus bei den ,Watterweibern´”, meinte der Rathauschef. 

Die Zuschauer seien ein enorm wichtiger Teil für den Erfolg einer Inszenierung. „Die Schauspieler reagieren auf die Anwesenheit, auf die Aufmerksamkeit und auf die Blicke und Reaktionen. Im Theater wird gemeinsam erlebt, geträumt, phantasiert, angesprochen oder abgelehnt. In welchem anderen Gremium bestimmt schon das Publikum die Aufmerksamkeit und das Gelingen einer Aufführung so entscheidend wie im Theater”, fragte sich Oberer. 

Den Beginn machen in diesem Jahr die „Haller Gassenspieler“ mit „Der Finanzprüfer“ am Sonntag, 6. September, ab 17 Uhr in den freien Räumen des ehemaligen Gasthofes Rose im Untermarkt. Das mit dem ersten Tiroler Volksbühnenpreis ausgezeichnete Ensemble bringt die Bearbeitung von Nicolai Gogol „Der Revisor“ in einer neuen gekürzten Version auf die Bühne, die sich mit dem Opportunismus einer Kleistadt-Führungselite auseinandersetzt. 

In der Galerie „Augenblick“ in Tannheim stellt der Künstler Anton Amort Bildhauerarbeiten aus und Stefan Fischer präsentiert neue, künstlerische Möglichkeiten der Digitalfotografie. Ein „Gefühlstheater“ gibt es in der Reuttener Dengel-Galerie zu sehen. Schüler und Schülerinnen der Neuen Mittelschule Untermarkt versuchten in einem Projekt die Fragen, welche Farbe hat das Glück?, Wie male ich Einsamkeit? oder Kann man Neid überhaupt darstellen? aufzuarbeiten. In Gasthäusern in Reutte, Schattwald und Lechaschau sozusagen an den Originalschauplätzen werden die „Watterweiber“ in einem Stück von Claudia Lang-Forcher nicht nur Kartenspielen. 

Katharina Ziegler, Claudia Lutz und Karoline Lang beschäftigen sich am Kirchplatz in Reutte mit dem „Ursprung“. Ist Reutte wirklich der Nabel der Welt? Die Frage sollte in einer Permanentausstellung während der Kulturzeit beantwortet werden. Daneben wird es in der Dengelgalerie einen Kalligrafie-Kurs geben. 

Mit Alter und Süßwarengenuss beschäftig sich ein unkonventioneller Konditoreibesuch mit Barbara Ungepflegt. Zahlreichen Künstlern auf die Finger schauen kann man am Heiterwanger See bei „Lake-Art“, wo ein Konzert mit „Clari Musik“ mit bloßfüßigen Interpreten den Abschluss bildet. Moritaten und Galgenlieder stehen in der Dengel-Galerie auf dem Programm, eine Buchwerkstatt für Kinder gibt es in der Bücherei Reutte und in der „Kellerei“ geht mit „Die Da“ eine Tragikomödie über die Bühne. 

Außerdem können sich Kinder auf der Klimmbücke mit „Kamishibai“ , einem Bühnenmodell aus Holz für das angeleitete, gesellige Erzählen, beschäftigen. Bei einem Konzert von „Lentia-Brass“ im Wängler Pfarrsaal vermitteln elf exzellente Musiker eine unvergleichliche Klangvielfalt und beschließen damit am Sonntag, 4. Oktober, die 26. Außerferner Kulturzeit.

niko

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