Auf der zweiten "WIR in Pfronten" präsentieren sich rund 40 Aussteller aus der Region

Heimische Wirtschaft stellt sich vor

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Architekt und BdS-Vorsitzender Franz Geyer informiert die Messe.Besucher unter anderem über die energetische Sanierung von Häusern und Fördermöglichkeiten.

Pfronten – Auch wenn der Auftakt vielleicht etwas verhalten erschien, konnten sich die gut 40 Aussteller bei der Messe „WIR in Pfronten“ nicht über Zuspruch beklagen. Von A wie Altenheim bis W wie Werbung zeigten Handel, Handwerk und Dienstleister an zwei Tagen in der Mittelschule, was so in der 13-Dörfer-Gemeinde geboten wird.

Dazu gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm – wer wollte, konnte sogar in die Luft gehen. Zum zweiten Mal unter der Regie des Bund der Selbstständigen (BdS) Pfronten-Nesselwang und als Nachfolger der Gewerbeschau präsentierten sich am vergangenen Wochenende Pfrontens Betriebe und Dienstleister. Wobei so mancher Besucher zugeben musste, dass er oder sie gar nicht wusste, welche Vielfalt der Betriebe es in Pfronten tatsächlich gibt. Der eine oder andere Aussteller präsentierte sich aber in ungewohnter Optik oder Funktion.

Eine optimale Startposition hatten da die Beamten der Polizeidienststelle in Pfronten, die zwar noch mit grünen Autos, aber dafür schon im neuen Blaumann den älteren Besuchern mit Rat und den jüngeren mit Tat zur Seite standen: „Aktiv für ihre Sicherheit“ war der Slogan, unter dem die Besucher sich zum Thema Einbruchschutz beraten lassen oder am Fahrsimulator mal so richtig Gas geben konnten.

Dass die EWR nicht nur Strom liefern, bewies der in Reutte beheimatete Stromversorger an seinem Stand. Schließlich bildet das Reuttener Versorgungs-Unternehmen auch Jugendliche aus. Dafür waren neben den Ausbildern auch die Azubis mit nach Pfronten gekommen und zeigten, was sie bislang schon gelernt haben. Das Kürzel RE auf dem Auto-Kennzeichen steht für den Bezirkshauptort Reutte, auf dem Kennzeichen des EWR-eigenen Elektroautos mit dem Zusatz Load bekommt es aber eine gänzlich neue Bedeutung, kann man das Auto doch an der Steckdose wieder reloaden, also aufladen.

Und noch ein Auto ist typisch für Pfronten: Jener Hüpfer, mit dem die noch amtierende Heukönigin Sinja I. ihre Runden dreht und der schon mit seiner Beklebung auf den Bergwiesenort hinweist.

Kreativ und aktiv

 Von wem diese Beklebung stammt, das konnten die Besucher drinnen in den Räumen der Mittelschule selbst sehen. Ob T-Shirts besticken oder Autos bekleben, sich sportlich betätigen oder über neueste Trends informieren – all das war in den beiden Hallen der Mittelschule möglich.

Am Eingang erwartete Reinhart Beck die Besucher mit dem Filigrandrechseln, ehe es, vorbei am Eine-Welt-Laden und Kaffee und Kuchen, in die „sportlichere“ der beiden Ausstellungshallen ging. Hier hatten unter anderem der Fahrradspezialist Sport Manhard und das Fitnessstudio ProVita ihre Stände. Dort konnten vor allem auch Kinder kreativ und aktiv werden. Der Füssener Werbespezialist Pixie-Design lud dagegen zum selber Bemalen ein und die Pfrontener Bergwacht entführte zahlreiche Neugierge in luftigere Höhen an der Kletterwand.

 Erstmals auf der Regionalmesse „WIR in Pfronten“ dabei und als Ansprechpartner in Sachen Pflege gleich sehr gefragt war die Curanum Seniorenpflegezentrum St Vinzenz mit seiner Leiterin Michaela Voigt. Persönliche Beratung Wer ein Haus bauen, umbauen, oder energetisch sanieren möchte, der fand in der zweiten Halle seine Ansprechpartner.

Vor allem der Stand von Mitorganisator Franz Geyer, Vorstand des BdS Pfronten-Nesselwang und selbstständiger Architekt, war immer gut besucht. Neben einer persönlichen Beratung, etwa über die Zuschüsse für eine energetischen Sanierung des Eigenheims, gab Geyer in seinen Vorträgen Tipps zu den Fördermöglichkeiten.

Zufriedener Schubert

 Wichtige Tipps rund um die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht gab es von der Kanzlei Dempf und über die Entwicklung des Erlebnisraums „Schlosspark“ sprach Pfrontens Tourismusdirektor Jan Schubert. Er war recht zufrieden mit dem Publikums-Zuspruch am ersten der beiden Ausstellungstage, wo das Wetter sich relativ unangekündigt von seiner besten Seite zeigte. Passend zum überraschend guten Wetter am Samstag wurden Hubschrauberrundflüge über die Gemeinde Pfronten angeboten.

Auch das Bayerische Rote Kreuz war, nicht nur in Form der Bergretter, vor Ort und musste eingreifen, wenn die Besucher akute Hungergefühle entwickelten oder Kaffeedurst hatten. Hier konnten die Messe-Besucher verschnaufen und sich durch die zahlreichen Kataloge und Flyer wühlen, die nicht nur das Reisebüro Schott den interessierten Kunden mitgab.

Oder man las Zeitung, schließlich war auch der Kreisbote Füssen auf der Messe mit einem Team vertreten, das ausführlich Auskunft über die Zustellung, Inserate oder Werbeauftritte im Kreisbote gab.

Oliver Sommer

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