Rasanter Action-Thriller mit grandiosem Humor

"Mission Impossible: Rogue Nation"

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Ethan Hunt (Tom Cruise) ist nicht zu stoppen.

1996 schickte Brian De Palmas zum ersten Mal Tom Cruise als verdeckten Top-Agenten Ethan Hunt in „Mission: Impossible“ ins Rennen. Auf der Flucht vor Killerkommandos der Regierung drang der Agent in den Hochsicherheitstrakt der CIA ein und ergriff anschließend auf dem Dach eines Hochgeschwindigkeitszuges die Flucht.

Zuletzt waren der Geheimagent und sein Team 2011 in dem vierten Teil des Franchise „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ nicht ganz unbeteiligt an einem verheerenden Bombenanschlag, der den Kreml erschütterte. Nachdem der US- Präsident daraufhin das „Phantom Protokoll“ aktivierte, das den Impossible Missions Force (IMF) verleugnete, bekommt das Team nun unter der Regie von Christopher McQuarrie erneut Probleme mit der Regierung. 

Inhalt 

Nach dem katastrophalem Zwischenfall im Kreml sorgt CIA-Direktor Alan Hunley (Alec Baldwin) dafür, dass der Impossible Missions Force aufgelöst und das Team von Ethan Hunt (Tom Cruise) entzweit wird. 

Während die Agenten wieder ihren Dienst in der Zentrale aufnehmen, plant Hunt im Geheimen sein weiteres Vorgehen gegen das lange als Mythos gehandhabte Syndikat. Diese hochgefährliche Organisation, bestehend aus totgeglaubten Ex-Spionen, operiert aus dem Untergrund und scheint Hunt stets einen Schritt voraus zu sein. 

Während Hunley die offensichtlichen Fährten von Syndikats-Anführer Solomon Lane (Sean Harris) noch ignoriert, reaktiviert Hunt sein altes Team: Techniker Benji Dunn (Simon Pegg), Computer-Hacker Luther Stickell (Ving Rhames) und Agent William Brandt (Jeremy Renner) folgen seinem Ruf, um den vom Syndikat ausgehenden Terror zu beenden. Die geheimnisvolle Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) bietet den Agenten ihre Hilfe an. 

Rezension 

Vier Jahre sind vergangen, seit die Regierung der IMF den Rücken kehrte. Seither war es ruhig um das Franchise geworden und Tom Cruise bewies in „Jack Reacher“, „Oblivion“ und „Edge of Tomorrow“, dass er auch in anderen Action- und Science Fiction-Filmen überzeugen kann. Doch nun nimmt Cruise seine Paraderolle wieder auf und präsentiert sich in gewohnter Topform. Für den fünften Teil des rasanten Action-Franchise nimmt Christopher McQuarrie Platz auf dem Regiestuhl und schickt den Top-Agenten auf seine neuste Mission. 

Ob er nun in schwindel- erregender Höhe an einem Airbus A400 hängt, sich ein waghalsiges Verfolgungsrennen auf dem Motorrad liefert oder bis zum letzten Atemzug in unbekannten Gewässern treibt, Cruise bleibt die unangefochtene Rampensau des Franchise. 

In Eigenregie meistert der mittlerweile 53-Jährige die meisten der lebensgefährlichen Stunts und raubt damit nicht nur dem Kinopublikum den Atem, sondern beschert dem Franchise ganz nebenbei Blockbustergarantie. Simon Pegg („Hot Fuzz“) glänzt hingegen mit seiner liebenswerten Tollpatschigkeit, die in den meisten Szenen für lockere Unterhaltung und einem unschlagbaren Wortwitz führt. 

Jeremy Renner („Marvel’s The Avengers“), der wieder als Topspion William Brandt agiert, versucht hingegen souverän mit der Regierung zu verhandeln, während er selbst seine Position in Hunts Team einnimmt und die Missionen aus sicherem Hintergrund anführt. Ving Rhames („Death Race: Inferno“) bekommt leider nur wenig Zeit, um sich als ambitionierter Computerhacker Luther Stickell in Szene zu setzen. 

Deutlich mehr Präsenz räumt der Regisseur dem Neuzugang Rebecca Ferguson („The White Queen“) ein, die als weibliches Gift ihre Krallen zeigen darf. Mit Sean Harris („Prometheus“) ist ein charismatischer Gegenpart zu Hunt gefunden, der mit psychopathischer Präzision zu begeistern weiß. Aber nicht nur bei den Darstellern stimmt die Chemie, sondern auch in der Kombination aus Action und Humor. 

Weder den Figuren, noch dem Kinopublikum wird kaum eine Verschnaufpause gegönnt. Knallharte Zweikämpfe, rasante Verfolgungsjagden oder gar Körper- einsatz mit Todes-Garantie, dem Zuschauer wird nahezu alles präsentiert, was das Genre zu bieten hat. Aber neben der Action liefert der Film auch sichtlich was fürs Auge. 

Denn die weitläufigen Aufnahmen des Oscar-prämierten Kameramann Robert Elswit („There Will Be Blood“) stammen aus Österreich, Marokko, Monaco und London und präsentieren einen kurzweiligen Wechsel, untermalt von der Musik von Joe Kraemer. Christopher McQuarrie gelingt mit dem fünften Mission „Impossible”- Streifen ein Mix aus Action, Humor und verdammt gutem Timing.

Sandy Kohlbuch

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