"Danke, dass sie dienen"

Dank und Anerkennung für seinen Einsatz zollte dem Pfrontener Reservisten Oberfeldarzt Dr. Jan Savarino, (2.v.l.) der Kompaniechef der A-Kompanie des 452nd Combat Support Hospital, Hauptmann Wong (2. v.r.), auf dem Truppenübungsplatz in Kalifornien. Foto: privat

Im Rahmen des 28. deutsch/amerikanischen Austauschprogramms für Reserveoffiziere hat sich für Oberfeldarzt Dr. Jan Savarino die einmalige Gelegenheit zu einer Wehrübung in den USA ergeben. Nach einwöchiger Information im Pentagon, dem Sitz des US Verteidigungsministeriums in Washington, durfte er seine fachliche Kompetenz als leitender Sanitätsoffizier bei einer 14-tägigen Übung auf dem 800 km² großen Truppenübungsplatz Fort Hunter Liggett in Kalifornien unter Beweis stellen.

Er war dem „452nd Combat Support Hospital“ zugeordnet, einer Rettungsstationseinheit aus Zelten und Containern mit zwei komplett ausgestatteten Operationssälen und einer Krankenstation mit 140 Betten. „Ich war dort um zu lernen und auszubilden“, so Dr. Savarino. Er zeigte sich von der guten materiellen Ausstattung des mobilen Krankenhauses sehr beeindruckt. Auch von der Organisation der Reserve mit eigenständigen Einheiten innerhalb der Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine mit komplett eigener Ausbildung und Befehlsstruktur. Auch werden die Reservisten während ihrer Dienstzeit sehr gut bezahlt und erhalten viele geldwerte Vergünstigungen. Ansehen in der Bevölkerung Die Reservisten in den USA verpflichten sich für mehrere Jahre mit regelmäßigen Auslandseinsätzen und monatlichen Übungen an einem Wochenende. Für die Arbeitgeber sind die Freistellungen der Reservisten in den Unternehmen kein Grund zur Diskussion sondern eine nationale Pflicht. Auch das Ansehen der Soldaten in der Bevölkerung drückt Stolz und Anerkennung für ihren Dienst aus. Betraten die Reservisten der Bundeswehr in Uniform öffentliche Einrichtungen, wurden sie statt des üblichen freundlichen „Hi“ oder „Hello“ oft mit „Thank you for serving“ – „Danke, dass Sie dienen“ – begrüßt. Dr. Savarino, im Zivilberuf orthopädisch und neurologisch geschulter Arzt in der Fachklinik Enzensberg und als Notarzt tätig, ist als Reservist Vertreter der Leiterin des Bundeswehr-Sanitätszentrums in Füssen. Er hat auf verschiedenen Dienstposten Wehrübungen geleistet und war auch bereits mehrere Monate in Afghanistan im Einsatz. Für ihn hat sich der Sinn des Austausches voll erfüllt: „Die bestehende Partnerschaft zwischen den Streitkräften beider Nationen wurde gefestigt, auch das Wissen übereinander, sind wir doch im Krisen- oder Kriegsfalle voneinander abhängig“. In wenigen Wochen kommen die Reserveoffiziere der USA nach Deutschland und Dr. Savarino hofft darauf, seine Kenntnisse dabei weiter vertiefen zu können.

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