"Das Leben mit einarbeiten"

Schwester Regina vom Kaufbeurer Crescentiakloster und Künstler Det Blumberg schmieden unter den gespannten Blicken der Anwesenden den ersten Nagel für das Tau. Foto: Frisch

Die Heiligsprechung der Crescentia von Kaufbeuren jährt sich 2011 zum zehnten Mal, zudem feiert das Franziskanerinnenkloster der Stadt sein 750-jähriges Jubiläum. Geplant ist ein Glaubensfest mit verschiedenen Feiern, Gottesdiensten und Konzerten im Lauf des Jahres. Zudem wird der Mauerstettener Schmied und Künstler Det Blumberg ein übermannsgroßes sogenanntes „Tau“ aus Eichenholz schaffen, das dem griechischen Buchstaben für „T“ nachempfunden ist und als das offizielle Zeichen des Franziskanerordens sowie als Heilszeichen gilt.

Das Standbild wird mit cirka 30 Zentimeter langen Nägeln bestückt sein. Der Künstler über die Symbolik seines Werks: „Hier soll der Grundgedanke von Leid und Erlösung versinnbildlicht werden“. Die 40 bis 50 Nägel sollen Bürger der Stadt mit Hilfe von Blumberg selbst schmieden, um eine Verbindung zwischen den Menschen und dem kreuzähnlichen Tau zu schaffen. Willkommen sei dabei prinzipiell jeder: „Das Leben der verschiedensten Menschen soll in das Tau eingearbeitet werden“, so der Schaffende. Erlösung, Trost, Hilfe, dies seien die Begriffe, die dabei für ihn eine Rolle spielten. Auf der Vorstellung der Pläne im Mauerstettener Atelier mit Vertretern der Stadt, Schwester Regina aus dem Crescentiakloster und anderer örtlicher Institutionen gab es dazu auch durchaus kritische Stimmen: Ralf Bomheuer von der Kaufbeurer VR-Bank merkte an, die Symbolik habe für ihn „etwas aggressives“. Bürgermeister Holy dagegen zeigte sich überzeugt von dem Konzept: „Ein Nagel ist zwar auf der einen Seite etwas aggressives, kann aber auch Halt geben!“ Zum Ende der Veranstaltung ließen sich dann sowohl Bomheuer als auch Holy davon überzeugen, zusammen mit den anderen Anwesenden die ersten Nägel direkt in der Schmiede des Künstlers zu behämmern. Das fertige Tau wird ab 2011 auf allen Veranstaltungen des Glaubensfestes gezeigt werden. In der veranstaltungsfreien Zeit wird das Heilszeichen an den unterschiedlichsten Plätzen in Kaufbeuren zur Schau gestellt und später an der Außenwand des Crescentiaklosters dauerhaft angebracht. Weitere Infos zum Glaubensfest sowie der genaue Programmablauf unter www.crescentia.de.

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