VW-Abgasskandal ist das Thema beim Schwangauer Gaudiwurm

Schwangau steht Kopf

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Eine Achterbahn rollt beim Gaudizug durch Schwangau.

Schwangau – Zum 87. Mal hatten die Narren das Dorf der Königsschlösser am Sonntag mit ihrem Gaudiwurm fest im Griff. Begleitet von vielen Hundert maskierten Zuschauern zogen knapp vier Dutzend Fußgruppen und Gaudiwagen durchs Dorf.

Dabei herrschte ein Thema vor: der VW-Abgasskandal. Daneben hatten die Narren auch zahlreiche lokale Themen aufgegriffen. Auch die „Armlänge Abstand“ gibt es mittlerweile als Kostümierung.

„Sag was Dreckiges: VW Golf Diesel“ – Mit seinen Betrügereien hat es der Welt-Auto-Konzern aus Wolfsburg nicht nur in die Schlagzeilen geschafft. Im diesjährigen Fasching nutzten die Schwangauer Narren die Steilvorlage und hatten sich so ihre Gedanken zum Thema gemacht – ob nun als Fußgruppe mit Abgasmessgerät, die die Abluft der Zuschauer überprüften, oder das Manipulationsteam aus Bernbeuren mit ihrer schmucken blauen Volkskutsche, bereit zur Verschrottung. Dass es ordentlich auf den Zugwagen rauchte, ganz so wie beim echten Auto, dürfte sich verstehen.

Doch auch die Halblecher Achbrücke, Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Baufirmen, die Untertunnelung der B17 für die Kröten des Bannwaldsees sowie die Grillhütte in Mühlberg hatten es als Thema auf die Umzugswagen geschafft.

Viele Gastnarren

 Darüber hinaus konnte die Schwoagar Narren zahlreiche Gastnarren begrüßen, die Günzburger Trommler, die Böcklesberger Hexa aus Mittelneufnach (südlich von Augsburg) sowie eine Wagen aus dem benachbarten Außerfern.

Vor allem aber die Schwangauer Gruppen, teilweise seit Jahrzehnten treue Mitläufer, hatten heuer einmal mehr schöne Idee in Kostüme umgesetzt, ob nun als Achterbahnwagen, königliche Raben oder mit tierischen Masken. Eine Idee für das am Vortag abgesagte Schalenggarennen war auch dabei: man nehmen vier Räder und... Höhepunkt und krönender Abschluss des Schwangauer Gaudiwurms, der sich gut zwei Stunden durch den Ort schlängelte, war heuer erneut der Festwagen des Schwangauer Prinzenpaares, ihre Lieblichkeit Maria I. und seine Tollität Lukas I., zum Fasching heruntergestiegen aus dem Olymp um mit ihrem Volk zu feiern. Darauf ein dreifaches „Schwoaga Ah-soo!“.

Oliver Sommer

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