Ehre den Ehrenamtlichen

„Ich bin der Meinung, wenn jemand die Goldene Nessel verdient, dann meine Mama“. So endet der Vorschlag, den Lisa und Felix Zwerger bei der Gemeinde eingereicht hatten für die diesjährige Verleihung der Goldenen Nessel. Dem hatten weder Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart noch das Komitee etwas entgegen zu setzen, weshalb Ute Zwerger gemeinsam mit Gerhard Fricke in diesem Jahr die Auszeichnung für herausragende ehrenamtliche Arbeit erhielt. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde zeichnete Erhart die beiden mit der kleinen Bürgermedaille aus.

Seit über zehn Jahren leiste die Mama wertvolle Dienste in der Sterbe- und Trauerbegleitung in Nesselwang, hoben die Sprösslinge der Nesselwangerin hervor. „Sie ist die einzige ehrenamtliche Hospizbegleiterin in Nesselwang“, heißt es dann weiter in dem Schreiben, von dem Ute Zwerger nichts wusste, das aber das Komitee um Franz Erhart zu seiner Entscheidung bewog. Bevor Erhart zur Verleihung der Bürgermedaille in Form einer Nessel schritt, hatte er ausgeführt, welch wertvollen Dienste diese Menschen leisteten und sich um Gemeinde und Gesellschaft verdient machten. Im Verein, oder im Dienste am Nächsten. Und stets sei für sie die Frage, „Was kann ich tun für die anderen“ die Richtschnur ihres Handelns. Deshalb könne es bei Ute Zwerger auch keine Frage sein, dass diese Frau, die neben dem Hospizdienst seit 30 Jahren beim Roten Kreuz, im Elternbeirat, im Kindergartenförderverein und in der Kirche aktiv tätig ist, die Auszeichnung verdiene. Obwohl vorab schon informiert, war es dann für die Geehrte selbst eine Überraschung, wer sie vorgeschlagen hatte. Verdient hat auch der zweite Preisträger die Auszeichnung, ist er doch seit beinahe 50 Jahren aktiver Bergretter, zuerst von 1962 in Oberstdorf, seit 1982 dann in Nesselwang. Daneben war Gerhard Fricke Lawinensuchhundeführer und wurde vom bayerischen Innenminister mit dem silbernen Leistungsabzeichen geehrt. Daneben war Fricke, wie Erhart in seiner Laudatio vorlas, auch als Luftretter im Einsatz und stand Opfern wie Angehörigen auch im Krisen-interventionsdienst des BRK bei, stand dem Skiclub Nesselwang vor und war auch im Allgäuer Skiverband als Biathlonbeauftragter tätig. Vor allem weil er überall und stets bereit sei zu helfen, so Erhart weiter, habe er auch einen großen Freundeskreis.

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