Eine alte Tradition

Die Außenfassade ist bereits renoviert (v.li.): Stefan und Andrea Heiß stellten im Rahmen eines Pressetermins Bürgermeister Paul Iacob ihre Ideen bei der Errichtung einer Schauwerkstatt im Orgelbau vor. Foto: ed

Das alte Handwerk Orgelbau kehrt in die Mauern der Altstadt zurück, wenngleich auch „nur“ als Schauwerkstatt. Große Füssener Meister ihres Faches wie Andreas Jäger (1704-1773), Joseph Anton Pröbstl (1798-1866) oder Hermann Späth (1867-1917) hatten sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Stefan Heiß, Orgelbaumeister mit Sitz in Vöhringen bei Ulm, hat es sich zur Aufgabe gemacht, in dem kürzlich von ihm geerbten Anwesen in der Franziskanergasse 14 im Frühjahr 2011 eine Schauwerkstatt mit einem Verkaufsraum zu eröffnen.

Das Altstadthaus befindet sich seit über 100 Jahren im Besitz der Familien Schmölz/Heiß. „Ich möchte die Orgelbaugeschichte der Lechstadt einem breiten Publikum wieder ins Gedächtnis zurückrufen“, erklärt Stefan Heiß und fügt hinzu, „dass dieser Beruf viel Liebe zum Detail braucht“. Immerhin bestehe eine mittelgroße Orgel aus rund 20000 Einzelteilen und das zeige auch, dass ein Orgelbauer ein guter Tüftler, oder wie man im Allgäu sagt „Mächler" sein müsse. „Zudem sind Kenntnisse im Schreinerhandwerk von Vorteil“, erklärt Heiß seinen Beruf. Wichtig ist für ihn persönlich, dass nur heimische Hölzer wie Eiche, Bergfichte, Birn- und Kirschbaum, die langjährig abgelagert und natürlich getrocknet, zur Anwendung kommen. „Die Installierung dieser Werkstatt passt hervorragend in unsere Stadt, zeigt sie doch die Wertigkeit handwerklicher Tradition“, freute sich auch Bürgermeister Paul Iacob bei der öffentlichen Präsentation der Schauwerkstatt. Der Füssener Bürgermeister bedankte sich beim Ehepaar Heiß, „dass sie dieses Altstadthaus schätzen und mit Leben erfüllen möchten“.

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